DNEWS24 Demografie News

Wohlfahrt: Rekordausgaben für den Sozialstaat

2024 flossen 1.345 Milliarden Euro in die Finanzierung von Kindergeld, Krankenkassen und Rente sowie alle weiteren Sozialstaatsleistungen.

Die Sozialleistungsquote ist laut Definition das Verhältnis der gesamten Sozialleistungen zum Bruttoinlandsprodukt. 2025 lag sie bei 31,2 Prozent, 2023 lag die Sozialleistungsquote noch bei 30,2 Prozent, 2022 bei 28,8 Prozent.

Die Sozialausgaben werden jeweils rund zu einem Drittel durch die Beiträge der Arbeitgeber (34 Prozent), der Versicherten (30,7 Prozent) und durch Zuschüsse des Bundes (33,5 Prozent) finanziert.

Der größte Kostenpunkt im Sozialstaat sind Zahlungen für die gesetzliche Altersrente. Allein für die Finanzierung der Rentenversicherung fielen 409,4 Milliarden Euro an, hinzu kommen Versorgungswerke, Pensionen und andere Altersvorsorgen.

Für Arztbesuche, Gesundheits-Vorsorge, Krankenhausaufenthalte und Arzneimittel fielen 432 Milliarden Euro an. 326,6 Milliarden Euro wurden durch die Krankenversicherung bezahlt.

Für Kinder hat Deutschland 2024 mehr als 140 Milliarden Euro ausgegeben. In dieser Summe sind Geldleistungen wie Kindergeld, Elterngeld, Jugendhilfe und Kinderfreibeträge enthalten. Auch Sachleistungen wie der Zuschuss für die Kita oder die Ganztagsbetreuung sind in diesem Betrag enthalten.

Für das Bürgergeld zahlte Deutschland gemäß Bundesministerium für Arbeit und Soziales von Bärbel Bas (SPD) 58,2 Milliarden Euro. Zusätzlich zu den Regelsätzen addieren sich die Kostenübernahme für die Miete.

Allgemeine Lebenshilfen, wie Gelder für Asylbewerber oder andere Hilfen zum Lebensunterhalt, kosteten den Staat 2024 etwa 16 Milliarden Euro.

„Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar.“

Bundeskanzler Friedrich Merz

Alle Zahlen und Fakten finden Sie hier: BMAS Sozialbudget.

Bildnachweis: BMAS, Ibrahim Boran, Jason Dent unsplash © DNEWS24

Sie können diesen Beitrag einfach teilen, benutzen Sie diese Buttons.