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TVtipp: An einem Tag im September

Der Film des ZDF/ARTE dokumentiert den Tag, als aus Erbfeindschaft die deutsch-französische Freundschaft wurde.

Der Fernsehfilm von ZDF gemeinsam mit ARTE macht das Publikum zu Zeugen einer besonderen, geschichtsträchtigen Begegnung: Dem ersten Treffen der beiden Staatsmänner Konrad Adenauer und Charles de Gaulle dreizehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Das Treffen war kein großer offizieller Staatsempfang, sondern ein zunächst durchaus skeptisch erwartetes persönliches Kennenlernen der beiden hinter verschlossenen Türen auf dem privaten Landsitz von de Gaulle, genannt „La Boisserie“. Es standen sich zwei Männer gegenüber, für die die beiden Weltkriege persönliche Erfahrungen waren. Es wurde ein ehrlicher und auch kontroverser Austausch und im Verlauf immer mehr zu einem Gespräch von Mensch zu Mensch und führte damit zu einer Annäherung und Vertrauen.

Am Ende des Tages beschlossen die beiden Staatsmänner, auch gegen die jeweilige Mehrheits-Meinungen ihrer Völker, die jahrhundertealte sogenannte „Erbfeindschaft“ zwischen Frankreich und Deutschland zu überwinden. Es war der Startschuss für die deutsch-französische Aussöhnung und beide Länder wurden zu Motoren des europäischen Einigungsprozesses.

Bereits im Vorfeld der Ausstrahlung erhielt der Film ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit. Das liegt auch daran, dass dieser historische Film erstaunlich aktuelle Bezüge zur Gegenwart aufweist. In der angespannten und veränderten Weltlage ist der Wunsch groß nach einer Politik und nach Politikerinnen und Politikern, die das Gemeinsame über das Trennende stellen. Da können Adenauer und de Gaulle bis heute Vorbild und Ermutigung sein.

Die historische Forschung nannte das Treffen der beiden Staatsmänner im September 1958 später „Das Wunder von Colombey“. Das Ziel für den Film ist es, das Publikum dieses „Wunder“ miterleben zu lassen und damit Politik und Geschichte emotional begreifbar zu machen, insbesondere beim jüngeren Publikum. Inhaltlich und durch seine Produktionsweise steht der Film geradezu sinnbildlich für die länderübergreifende Kooperation mit ARTE, wodurch relevante Themen und Erzählungen einem möglichst breiten Publikum über Grenzen hinweg zugänglich gemacht werden.

Details zum Film

Darsteller: Konrad Adenauer: Burghart Klaußner, Charles de Gaulle: Jean-Yves Berteloot, Yvonne de Gaulle: Hélène Alexandridis, Gaston de Bonneva:l Vincent Lecuyer, Günther Bachmann: Fabian Busch, Willi Klockner: Ronald Kukulies, Elke Schmitz: Nadja Sabersky, Helene Wissembach Nora Turell, Louise Camaille: Muriel Bersy

Regie: Kai Wessel

Länge: 90 Minuten

Verfügbar: ab Freitag, 5. September 2025, 5.00 Uhr, verfügbar in Web und App von ARTE. Ab Samstag, 6. September 2025, 10.00 Uhr, in Web und App des ZDF. ZDF Montag, 15. September 2025, 20.15 Uhr. ARTE Freitag, 12. September 2025, 20.15 Uhr

Bildnachweis: ZDF © DNEWS24

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