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Sonntagsfrage: Schwarz-Rot und Rot-Grün-Rot ohne Mehrheit

Die aktuellen Zahlen der INSA-Potential-Analyse zur Sonntagsfrage.

Es gibt keinen Politikbereich, in dem die Bundesregierung die Mehrheit der Bevölkerung überzeugt: Ob es um Klimaschutz, Schaffung von Wohnraum, Schutz vor Kriminalität, Sicherung des Friedens, Stärkung der Wirtschaft, Umgang mit Migration oder Verbesserung der Inneren Sicherheit geht, immer gibt es mehr Unzufriedene (zwischen 51 und 74 Prozent) als Zufriedene (11 bis 27 Prozent). Selbst die Wähler der drei Regierungsparteien sind mit der Bundesregierung in diesen sieben Bereichen überwiegend unzufrieden. Das ist keine beruhigende Nachricht für Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett. Es gibt nichts, was man tatsächlich ins Schaufenster stellen könnte.

Wir wollten auch wissen, durch welche Faktoren sich die Befragten derzeit am meisten bedroht fühlen. Nur die als am größten empfundene Bedrohung wurde genannt: Hier liegen Krieg in Europa (26 Prozent), Zuwanderung (21 Prozent) und steigende Preise (20 Prozent) vorn. Weit dahinter kommt „Westen vs. Russland“ (12 Prozent), Klimawandel (8 Prozent) und weltweites Wettrüsten (7 Prozent). Fast jeder Zweite (45 Prozent) nennt also die drei Krieg- und Friedensthemen (Krieg in Europa, Westen vs. Russland und weltweites Wettrüsten). Das belegt die große Bedeutung der äußeren Sicherheit und der Außen- und Verteidigungspolitik. Wer diese Ängste nicht ernst nimmt, wird genauso scheitern, wie diejenigen, welche die innenpolitischen Herausforderungen – insbesondere Wirtschaft und innere Sicherheit – vernachlässigen.

Hermann Binkert (INSA)

INSA-Potentialanalyse

Sowohl die Union (25,5 %) als auch die AfD (25,5 %) bleiben in dieser Woche unverändert, somit sind sie weiterhin gleichauf. Auch der Wert der SPD (14,5 %) verändert sich nicht. Darauf folgen die Grünen mit 11,5 Prozent, die einen halben Prozentpunkt hinzugewinnen, und die Linke mit elf Prozent, die einen Prozentpunkt zulegt. Dahinter folgen das BSW mit vier Prozent und die FDP mit drei Prozent, welche jeweils einen halben Prozentpunkt verlieren.

Bei den sicheren Wählern gewinnen sowohl die SPD als auch die Grünen jeweils einen Prozentpunkt hinzu. Die Werte der anderen Parteien bleiben unverändert.

Bei den potentiell erreichbaren Wählern können die Grünen, die Linke sowie das BSW jeweils einen Prozentpunkt hinzugewinnen. Die FDP verliert hier zwei Prozentpunkte. Die Potentiale der Union, der AfD sowie der SPD bleiben konstant.

Den Anteil an ausschließenden Wählern können in dieser Woche die AfD um einen und die Grünen um drei Prozentpunkte reduzieren. Die SPD, die Linke sowie das BSW erhöhen diesen Wert jeweils um einen und die FDP um zwei Prozentpunkte. Das Negativpotential der Union verändert sich nicht.

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