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Sie haben die Haare schön - auf unsere Kosten

Die Merz-Regierung setzt auch bei den PR- und Beauty-Kosten den Kurs der Ampelregierung fort. Gedankenmacher in DNEWS24.

Die Regierung will ihre Politik ins rechte Licht setzen. Es ist eine Frage der Kommunikations-Kompetenz, dass Arbeit und Ergebnisse der politischen Arbeit möglichst vorteilhaft „rüberkommen“. Rationale Grundlage dafür wäre eine gute Politik, die den Bürgern spürbare Vorteile bringt.

Schon die Ampelregierung verfiel dem Irrglauben, optische Aufhübschung könne schlechte Politik der verantwortlichen Politiker besser aussehen lassen.

Offenbar sind auch die Spitzen der Merz-Regierung diesem Irrglauben verfallen. Der Bund der Steuerzahler hat Zahlen dazu ermittelt. 

So hat Bundeskanzler Friedrich Merz vom 6. Mai bis zum 4. August 2025  für Kosmetiker, Visagisten und Friseure 12.501,30 Euro in 3 Monaten ausgeben lassen.

Bei Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche schlugen im selben Zeitraum 19.264,76 Euro zu Buche, davon allein 8.324,11 Euro Reisekosten für die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) beauftragte Visagistin.

Zusammen kommen alle Bundesministerien auf Ausgaben in Höhe von 58.738 Euro für Visagisten und Friseure.

Zusätzlich haben alle Bundesministerien zusammen in drei Monaten für Fotografen insgesamt 172.608 Euro ausgegeben. Vizekanzler Lars Klingbeil ist mit über 33.700 Euro Spitzenreiter – wenigstens in diesem Bereich. Außenminister Johann Wadephul liegt bei rund 19.000 Euro. Sein Bild soll übrigens künftig in allen deutschen Botschaften neben dem des Bundespräsidenten hängen – ein Novum.

Ob die Kaschierung von Hautunreinheiten von Bundeskanzler und Bundesminister die Bürger überzeugt?

Gedankenmacher im DNEWS24Podcast

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hat eine Umfrage beim Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegeben. Demnach hat nicht einmal jeder und jede Fünfte (17 Prozent) Vertrauen in die Parteien, in den Bundestag gut ein Drittel (36 Prozent). Um 20 Prozentpunkte eingebrochen ist das Vertrauen in die Bundesregierung mit aktuell 28 Prozent nach 48 Prozent vor vier Jahren.

Die absolute Mehrheit der Bürger (59 %) glaubt einer aktuellen Umfrage von INSA zufolge, dass die gegenwärtige Politik der Bundesregierung die Zukunft Deutschlands gefährdet. Nur knapp ein Viertel (24 %) verneint hier und 14 Prozent trauen sich hierzu keine Einschätzung zu. Vier Prozent wollen zudem keine Antwort geben.

Merke: eine schicke Frisur und ein professionelles Make-up ersetzen keine erfolgreiche Politik. Das war zu Zeiten von Annalena Baerbock so, das ist auch jetzt bei Friedrich Merz so.

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Der Autor

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus Europa.

Der Bundesverband Initiative 50Plus Europa ist eine unabhängige Initiative, die die Interessen der Generation 50Plus in Europa vertritt. Der BVI50PLUS im Transparency Register der Europäischen Union eingetragen.

Der Sitz des BVI50PLUS ist Wien. Die Stadt ist nicht nur ein Sitz der Vereinten Nationen und die Hauptstadt Österreichs, sondern auch eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Bis 1996 hat Müller mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gelebt. Nach zwei Jahren im Ausland lebt er heute in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt auch heute noch oft und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit genießt man nur die Vorzüge der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten, unter denen die ansässigen Bewohner täglich leiden, einfach ignorieren.“

Bild: Matt Botsford unsplash, BVI50PLUS EUROPA © DNEWS24

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