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Wie real ist die Gefahr eines russischen Angriffs auf Litauen? Und könnte aus der angespannten Sicherheitslage im Baltikum tatsächlich ein größerer militärischer Konflikt zwischen Russland und der NATO entstehen?
Im DTalk spricht Dovilė Šakalienė über die Bedrohung Litauens durch Russland, die strategische Bedeutung der baltischen Staaten und die Herausforderungen für die NATO-Ostflanke. Dabei geht es nicht ausschließlich um einen klassischen militärischen Angriff: Auch hybride Kriegsführung durch Russland, Sabotage, Drohnen, Cyberangriffe und andere Formen des politischen und militärischen Drucks spielen eine immer größere Rolle.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie sich Litauen auf einen möglichen Krieg mit Russland vorbereitet. Welche Rolle spielen nationale Verteidigungsfähigkeiten, die Stationierung alliierter Truppen und die gemeinsame Verteidigungsplanung der NATO? Und kann eine glaubwürdige militärische Abschreckung Russlands dazu beitragen, einen Krieg in Europa zu verhindern?
Der Beitrag zeigt damit die sicherheitspolitische Dimension der aktuellen Entwicklung: Die Verteidigung Litauens gegen einen möglichen russischen Angriff, die Stärke der NATO und die europäische Bereitschaft zur Unterstützung der baltischen Staaten sind eng miteinander verbunden. Gleichzeitig macht die Diskussion deutlich, weshalb eine realistische Einschätzung der russischen Bedrohung für die NATO entscheidend ist, ohne unnötig Angst zu schüren.
Wer sich fragt, wie sicher Litauen vor Russland ist, welche Szenarien für die NATO-Ostflanke denkbar sind und welche Bedeutung die Sicherheit im Baltikum für Europa hat, erhält in diesem Gespräch wichtige politische und strategische Einblicke.
DTalk mit der Abgeordneten des Seimas und früheren Verteidigungsminsterin Litauens Dovilė Šakalienė.
Dovilė Sakalienė sammelte früh internationale Erfahrungen: Nach einem Schüleraustauschprogramm der Open Society Fund–Lithuania verbrachte sie Mitte der 1990er‑Jahre ein Semester an einer High School im US‑Bundesstaat New Mexico. Zurück in Litauen legte sie 1996 ihr Abitur in Panevėžys ab und begann anschließend ein Psychologiestudium an der Universität Vilnius, das sie 2001 mit dem Bachelor abschloss. Darauf aufbauend vertiefte sie ihre Kenntnisse in Rechtspsychologie und erwarb 2003 den Masterabschluss an der Mykolas‑Romeris‑Universität.
Ihre berufliche Laufbahn startete Sakalienė im akademischen Umfeld: Von 2004 bis 2005 leitete sie praktische Seminare zur Kriminalpsychologie an der MRU. Parallel dazu wechselte sie in den Menschenrechtsbereich und prägte über mehr als ein Jahrzehnt die Arbeit des Instituts für Menschenrechte, zunächst als Projektleiterin, später als geschäftsführende Direktorin.
Neben ihrer Tätigkeit im NGO‑Sektor war sie auch journalistisch aktiv. Zwischen 2011 und 2015 moderierte sie Sendungen beim Radiosender „Žinių radijas“ und produzierte das Format „Žmogus žmogui“. Ab 2012 berichtete sie zudem als akkreditierte Journalistin vom Europarat in Straßburg.
Im November 2016 zog Sakalienė in den litauischen Seimas ein und gehörte bis 2020 der Fraktion der Lietuvos valstiečių ir žaliųjų sąjunga an. Während dieser Zeit war sie auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. Seit 2024 ist sie politisch für die Sozialdemokratische Partei Litauens (LSDP) aktiv. Von Dezember 2024 bis Oktober 2025 war sie Verteidigungsministerin Litauens.
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Bild: Werner Patzelt © DNEWS24
Kontakt: Redaktion@DNEWS24.EU
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