85,7 Prozent aller Angehörigen empfinden die Pflege ihres Familienmitglieds als emotionale Belastung – das zeigte eine Umfrage von Civey im Auftrag des Pflege- und Betreuungsanbieter Aterima Care unter 1.000 Menschen. Damit rückt ein Aspekt in den Mittelpunkt, der oft nur spärlich thematisiert wird: Pflege ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern auch eine psychische und nach außen oft unsichtbare Dauerbelastung. Denn neben der körperlichen Unterstützung, Organisation und Verantwortung sind pflegende Angehörige in Gedanken immer bei ihren Verpflichtungen. Sie sorgen sich, etwas zu übersehen, haben ein schlechtes Gewissen bei Pausen und das Gefühl, nie wirklich „fertig“ zu sein. Daraus entwickelt sich eine dauerhafte emotionale Anspannung.
Die Umfrage von Aterima Care zeigt, was pflegenden Angehörigen im Alltag am meisten fehlt. Mit 33,2 Prozent äußern die meisten Befragten den Wunsch nach Urlaub ohne schlechtes Gewissen. 28,9 Prozent vermissen ein unbeschwertes Lebensgefühl. 23,7 Prozent fehlt erholsamer Schlaf ohne Unterbrechung, 23,4 Prozent missen Zeit für Freundschaften und soziale Kontakte, 22,9 Prozent wünschen sich wieder mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Bricht dieser emotionale Ausgleich weg, droht ein Alltag, der sich für Angehörige wie ein Vollzeitjob ohne Feierabend oder Pausen anfühlt. Mangelnder Ausgleich und soziale Isolation sind in den Umfrageergebnissen vor allem weiblich geprägt. 40,3 Prozent der Frauen geben an, dass ihnen Zeit für Freundschaften und soziale Kontakte am meisten fehlt – bei den Männern sind es nur 23,9 Prozent. Auch beim Wunsch nach Urlaub ohne schlechtes Gewissen (Frauen: 29,8 Prozent, Männer: 14,9 Prozent) und erholsamem Schlaf (Frauen: 20,3 Prozent, Männer: 8,1 Prozent) liegen Frauen deutlich vorne.
Peter Blassnigg, Geschäftsführer von Aterima Care, weiß, dass fehlende positive Impulse außerhalb des Pflegealltags zu einem großen Problem werden können: „Pflege braucht nicht nur körperliche, sondern vor allem mentale Kraft. Angehörige tragen Verantwortung und Schuldgefühle oft still und über Jahre mit sich. Es ist wichtig zu begreifen, dass Entlastung kein Luxus ist, sondern die Voraussetzung dafür, dass sie die Pflege zu Hause langfristig stemmen können.“
Viele Familien wünschen sich Unterstützung im Alltag, die ihnen das schlechte Gewissen nimmt, Entlastung schenkt und damit ein Stück Lebensqualität zurückgibt. Genau hier setzt Aterima Care an. Das Unternehmen analysiert in der Beratung verfügbare Unterstützungsleistungen und hilft Angehörigen bei Anträgen und Kommunikation mit Kassen und Einrichtungen. Anschließend vermittelt der Anbieter bei Bedarf eine Alltagsbegleitung für die pflegebedürftige Person und organisiert notwendige Unterstützungsleistungen wie ambulante Pflegedienste, Tages- oder Nachtpflege und ärztliche und therapeutische Versorgung. Ziel von Aterima Care ist es, Angehörigen Verantwortung abzunehmen und Familien Zeit außerhalb der Pflege zurückzugeben. So können Angehörige Kraft schöpfen und wieder eine Beziehung zum pflegebedürftigen Menschen aufbauen, die nicht ausschließlich von Erschöpfung und Pflichtgefühl geprägt ist.
Bild: freepik © DNEWS24
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