Fehlinvestitionen in hochriskante Finanzprodukte wie z. B. den Veriusfonds, der inzwischen wohl insolvent ist, führen bei wahrscheinlich 28 gesetzlichen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen zu Wertverlusten bei Immobilienprojekten in bisher festgestellter Höhe von 220 Millionen Euro und müssen bilanziell wertberichtigt werden. So werden die ohnehin angespannten Finanzreserven der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und KVen zusätzlich schwer belastet. 120.000 Mitglieder der Bochumer Sterbekasse müssen um ihre Beiträge und die versprochenen Leistungen bangen. Denn die Bafin hat der Bochumer Sterbekasse die Lizenz entzogen. Auch der Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (BVaG) hat in Immobilienprojekte investiert, die wegen Wertverlust abgeschrieben werden mussten. Die Baffin entzog der Sterbekasse die Lizenz, weil einfach nicht mehr genug Liquidität, sprich Geld vorhanden war. Der Versicherungsverein, eine der größten Sterbekassen des Landes, kann deswegen die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen.
DTalk mit dem Versicherungs-Spezialisten Sven Enger.
Sven Enger studierte Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaft. Nach seinem Studium war Enger viele Jahre in Vorstandspositionen der Finanzbranche tätig. Unter anderem für die Unternehmensgruppe Deutscher Ring, die Delta Lloyd und die Skandia Lebensversicherung AG. Zuletzt war Sven Enger Deutschland-CEO des britischen Versicherers Standard Life.
Sven Enger ist Geschäftsführer der Auxinum GmbH. Die Auxinum hat vom Bundesverband Initiative 50Plus Europa eine Verbraucherempfehlung erhalten.
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Bild: Sven Enger Auxinum © DNEWS24
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