IW-Studie: Pflegende sind finanziell kaum schlechter aufgestellt als Nicht-Pflegende
Die Pflege von Angehörigen ist in den allermeisten Fällen nur mit geringen finanziellen Nachteilen verbunden – das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Das Bruttoeinkommen von Pflegenden liegt unter dem von Nicht-Pflegenden, beim verfügbaren Haushaltseinkommen sind die Unterschiede jedoch deutlich geringer.
Wer Angehörige pflegt, braucht Zeit. Oftmals übernehmen diese Aufgabe Angehörige im häuslichen Umfeld, die selbst noch im erwerbsfähigen Alter sind. Im Jahr 2022 waren drei Viertel aller privat Pflegenden unter 66 Jahre alt. Eine Vollzeitstelle lässt sich damit oft nur schwer vereinbaren. Deshalb gilt private Pflege als finanzielles Risiko. Das IW hat untersucht, wie sich die Pflege auf die finanzielle Situation von Pflegenden auswirkt.