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Italian Secrets: Törggelen 2.0 – Ein Herbstwochenende im Eisacktal

Wenn der Herbst nach Kastanien, Wein und Südtirol schmeckt.

Letztes Jahr haben wir bei Italian Secrets über das Törggelen gesprochen: darüber, was Törggelen überhaupt ist, über seine Geschichte, über jungen Wein, Kastanien und die herzhaften Spezialitä-ten, die in Südtirol traditionell auf den Tisch kommen.
Aber eigentlich reicht es doch nicht, nur darüber zu erzählen.

Denn Törggelen muss man erleben.

Man muss durch Weinberge wandern, wenn das Laub golden wird. Man muss irgendwo einkehren, wo schon der Duft von gebratenen Kastanien aus der Küche kommt. Man muss an einem Holz-tisch sitzen, ein Glas Wein vor sich haben und irgendwann feststellen, dass aus einem „Wir gehen nur kurz etwas essen“ ein ziemlich langer Nachmittag geworden ist.

Deshalb möchte ich Euch dieses Jahr auf ein ganz konkretes Herbstwochenende mitnehmen.

Unser Ziel: Klausen im Eisacktal.

Und ich habe sogar einen Vorschlag für die Unterkunft: das Weingut & Genusshotel Spitalerhof.

Denn hier lässt sich genau das miteinander verbinden, was für mich ein gelungenes Törggelen-Wochenende ausmacht: Wein, gutes Essen, Natur, Bewegung und Zeit zum Genießen.

Freitag – Ankommen und erst einmal durchatmen

Stellen Sie sich vor: Sie kommen am Freitag im Eisacktal an.
Die Reise liegt hinter Ihnen, die Koffer sind im Zimmer und jetzt beginnt das Wochenende. Kein Terminkalender, kein „Wir müssen noch schnell …“.

Nur ankommen.

Der Spitalerhof liegt in Klausen mitten im Weinbaugebiet Eisacktal und nur wenige Rebzeilen vom historischen Künstlerstädtchen entfernt. Das Haus ist gleichzeitig Weingut und 3-Sterne-Superior-Genusshotel.

Und genau das finde ich für unser Törggelen-Wochenende so schön.

Man muss nicht jeden Abend noch irgendwohin fahren.

Man kann einfach bleiben.

Vielleicht zuerst ein Glas Wein oder Prosecco auf der Terrasse. Vielleicht ein kleiner Spaziergang durch die Weinberge. Und später geht es zum Abendessen ins Restaurant Muga.

Dort werden saisonale Gerichte aus hofeigenen Produkten und regionalen Zutaten serviert. Und natürlich gibt es dazu die passenden Weine aus dem eigenen Weingut.

Das ist doch ein wunderschöner Start in ein tolles Wochenende: Ankommen. Ein Glas Wein. Gutes Essen. Und das Gefühl: Jetzt beginnt mein Wochenende.

Samstag – Erst wandern, dann Törggelen

Am Samstag heißt es: Wanderschuhe an!

Denn das Eisacktal ist eine wunderbare Region, um Törggelen und Herbstlandschaft miteinander zu verbinden.

Eine besonders schöne Möglichkeit ist die offiziell ausgewiesene Törggelewanderung von Klau-sen nach Pardell.

Sie führt vom Tinneplatz in Klausen über die Säbener Promenade zum Kloster Säben, weiter nach Pardell und vorbei an mehreren traditionellen Törggelebetrieben. Anschließend geht es hinunter zum Spitalerhof und weiter zur Kellerei Eisacktal. Die Runde ist 8,5 Kilometer lang, dauert laut offizieller Tourbeschreibung etwa 2 Stunden und 34 Minuten und hat jeweils 385 Höhenmeter Auf- und Abstieg.

Und genau hier beginnt für mich das eigentliche Törggelen-Gefühl.

Nicht einfach mit dem Auto zu einem Gasthof fahren.

Sondern sich das Essen ein kleines bisschen erwandern.

Durch Weinberge. Durch Kastanienhaine. Vorbei an Höfen. Mit Blick auf die Landschaft.

Und immer mit diesem Gedanken im Hinterkopf:

Irgendwann wartet eine gemütliche Stube auf uns

Wein und Kastanie gehören im Eisacktal ganz eng zum Törggelen. Der offizielle Südtirol-Tourismus beschreibt die Zeit von Anfang Oktober bis Ende November als klassische Törggelezeit; dann öff-nen viele Buschenschänke und Hofschänke und servieren traditionelle Gerichte, jungen Wein, Traubenmost und gebratene Kastanien.
Und vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem Essen und einem Erlebnis.

Was gehört eigentlich auf den Törggele-Tisch?

Natürlich darf das Essen nicht fehlen.

Traditionell beginnt ein Törggele-Menü beispielsweise mit Gerstensuppe, Käsenocken oder Schlutzkrapfen. Danach folgen herzhafte Gerichte wie Hauswürste, Surfleisch, Rippelen, Knödel und Sauerkraut. Zum süßen Abschluss gibt es Krapfen und gebratene Kastanien. Dazu passen junger Wein oder der frische Traubenmost, der „Siaße“.

In diesem Jahr möchte ich beim Rezept einen anderen Weg gehen.

Letztes Jahr hatten wir Spinatknödel.

Dieses Jahr machen wir Schlutzkrapfen.

Diese kleinen halbmondförmigen Teigtaschen sind für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie spannend die Küche Südtirols ist: ein bisschen alpin, ein bisschen italienisch – und vor allem un-glaublich gemütlich.

Rezept der Woche

Unser Rezept:

Südtiroler Schlutzkrapfen mit Spinat und Topfen

Zutaten für 4 Personen

Für den Teig

  • 150 g Roggenmehl
  • 100 g Weizenmehl
  • 1 Ei
  • 50–60 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Öl
  • Salz

Für die Füllung

  • 150 g gekochter Spinat
  • 50 g Zwiebel
  • ½ Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter
  • 100 g Topfen
  • 1 EL geriebener Parmesan
  • 1 EL Schnittlauch
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer

Zum Servieren

  • Parmesan
  • braune Butter
  • Schnittlauch

Das traditionelle Rezept des offiziellen Südtirol-Tourismus verwendet genau diese Kombination aus Roggen- und Weizenmehl sowie einer Spinat-Topfen-Füllung.

Zubereitung

Mehl und Salz vermischen und in der Mitte eine Mulde bilden.

Ei, lauwarmes Wasser und Öl verquirlen und in die Mulde geben. Alles von innen nach außen zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig abdecken und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung den Spinat fein hacken. Zwiebel und Knoblauch in Butter dünsten, den Spinat dazu-geben und etwas abkühlen lassen.

Anschließend Topfen, Parmesan und Schnittlauch unterrühren und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Teig dünn ausrollen und Kreise von etwa 7 cm Durchmesser ausstechen.
Jeweils etwas Füllung in die Mitte geben, den Rand mit Wasser befeuchten und die Teigkreise zu Halbmondtaschen zusammenklappen. Die Ränder gut andrücken (evtl. mit einer Gabel).

Die Schlutzkrapfen in Salzwasser etwa 3–4 Minuten kochen.

Dann kommen sie auf den Teller – mit Parmesan, brauner Butter und Schnittlauch.

Und jetzt fehlt eigentlich nur noch eines:
ein Glas Wein.

Sonntag – Noch einmal Südtirol genießen

Am Sonntag würde ich es ganz ruhig angehen.

Ein gutes Frühstück mit regionalen Produkten.

Vielleicht noch ein Spaziergang durch Klausen.

Vielleicht ein Besuch in einem Café.

Und bevor es wieder nach Hause geht, noch einmal dieses Gefühl genießen, das man aus einem solchen Wochenende mitnimmt:

Man war nur zwei oder drei Tage weg – und fühlt sich trotzdem ein bisschen wie im Urlaub.

Vielleicht ist genau das der Zauber des Törggelens.

Es braucht keinen Luxusurlaub. Es braucht keinen ausgeklügelten Reiseplan.

Es braucht eigentlich nur ein paar schöne Herbsttage, gute Schuhe, einen Tisch mit Freunden und Menschen, die Freude daran haben, ihre Heimat mit anderen zu teilen.

Für unsere Übernachtung: Spitalerhof

Ich finde ihn für unsere Geschichte besonders passend, weil er nicht einfach nur ein Hotel ist. Hier ist der Wein Teil des Hauses.

Der Spitalerhof bewirtschaftet einen eigenen Weinberg, produziert eigene Weine und bietet auch Wein-Talks und Verkostungen mit Winzer Michael an. Zu den eigenen Weinen gehören unter anderem Sylvaner, Gewürztraminer und weitere Sorten aus dem 1,8 Hektar großen Weinberg.

Auch kulinarisch passt das Konzept wunderbar: Viele Produkte stammen aus den eigenen Weinbergen, Obstwiesen, Gärten und Äckern. Das Restaurant Muga arbeitet saisonal und regional.

Wein, Küche, Landwirtschaft und Gastfreundschaft gehören hier also tatsächlich zu-sammen.

Und genau das ist für mich Törggelen. Nicht irgendeine Veranstaltung.

Sondern ein Stück gelebte Kultur.

Und hier noch ein Extra-Tipp

Wer diese Idee tatsächlich aufgreifen möchte, kann sich den Spitalerhof in Klausen einmal genauer anschauen. Denn für Herbst 2026 gibt es dort sogar ein konkretes Angebot: Die „Törggele-Woche Deluxe 7=6“ läuft vom 11. Oktober bis 1. November 2026. Im Paket enthalten sind unter anderem sieben Übernachtungen, eine Törggele-Party mit Live-Musik, ein Wein-Talk mit Ver-kostung, eine geführte Törggele-Wanderung am Kastanienweg und ein traditionelles Törggele-Menü. Aktuell wird das Paket ab 672 Euro angeboten.

Das ist natürlich etwas anderes als unser selbst zusammengestelltes Wochenende – das ist ein Rundum-Sorglos-Paket: Weingut & Genusshotel Spitalerhof.

Und vielleicht ist genau das unser Geheimnis …

Törggelen ist keine Sache, die man nur erklärt.

Törggelen muss man fühlen.

Das Rascheln der Blätter unter den Schuhen.

Die ersten Kastanien auf dem Weg.

Der Duft aus der Bauernstube.

Ein Glas junger Wein.

Warme Gerichte auf dem Tisch. Menschen, die zusammensitzen und Zeit haben.

Und draußen wird es langsam dunkel.

Vielleicht ist das die schönste Seite des Herbstes:

Die Natur wird ruhiger – und die Menschen rücken wieder näher zusammen.

Und wenn wir danach mit unseren Schlutzkrapfen, einem Glas Wein und vielleicht ein paar gebratenen Kastanien zu Hause sitzen, dann haben wir zumindest ein kleines Stück Südtirol mitgebracht.

Buon appetito und bleiben Sie gesund!

Italian Secrets im DNEWS24Podcast
Elke Heselmeyer

Porta Vagnu steht für echtes Italien: Feinkost, Olivenöl und Weine von kleinen, familiengeführten Betrieben, die mit Herz und Tradition arbeiten. Produzenten, die ihr Land respektieren, nachhaltig handeln und authentische Qualität liefern. Elke Heselmeyer spürt sie bei ihren Reisen nach Italien auf. Mehrmals im Jahr besucht sie ihre Produzenten, prüft die Qualität und probiert die neue Ernte.

Jedes Produkt erzählt seine eigene Geschichte – von Menschen, die nicht für den Massenmarkt produzieren, sondern für den echten Genuss. Porta Vagnu: Dolce Vita zum Mitnehmen.

Ihre Gastgeberin Elke Heselmeyer verwöhnt in Wiesbaden auch mit dem Genuss vor Ort, einem einzigartigen Einkaufserlebnis und fundierter Beratung. Eben: Italien riechen und schmecken, auch wenn man nicht im Urlaub ist.

Mehr Informationen: porta-vagnu.de.

Weitere Ausgaben von Italian Secrets finden Sie hier.

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Bild: Natanael Ginting freepic, Elke Heselmeyer © DNEWS24

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