Wer heute durch Pompeji geht, betritt keine klassische Ausgrabung – man betritt eine Stadt.
Man läuft über:
Und überall spürt man: hier wurde gelebt!
Das Forum – das Zentrum der Stadt – öffnet den Blick in die Weite, oft mit Sicht auf den Vesuv.
Besonders berührend sind die Gipsabdrücke der Menschen – stille Zeugnisse eines Moments, der alles verändert hat.
Pompeji ist kein Ort, den man einfach „anschaut“.
Man erlebt ihn.
Schritt für Schritt.
Der Blick in die Gegenwart – die Campi Flegrei
Nicht weit entfernt von Pompeji liegt eine Landschaft, die zeigt, dass diese Geschichte bis heute weiterlebt: die Campi Flegrei – die „brennenden Felder“: Am westlichen Stadtrand von Neapel be-ginnen sie, die ca. 150 km² großen Phlegräischen Felder. Da sie sehr flach sind, sind sie, im Ge-gensatz zum Vesuv, in der Landschaft kaum zu erkennen. Doch allein seit 1950 hob sich der Boden der Caldera in mehreren Phasen um insgesamt rund vier Meter.
Kurz gesagt: sie sind ein eigenständiges vulkanisches System – nicht der Vesuv.
Die Campi Flegrei sind ein riesiges Caldera-Gebiet. Entstanden durch mehrere gewaltige Eruptionen vor tausenden Jahren. Der Boden ist bis heute aktiv (Hebungen, Senkungen, Dampf, Schwefel).
Der Vesuv ist dagegen ein einzelner Vulkan
Beide gehören zur gleichen vulkanischen Region Kampaniens –
aber sie sind zwei unterschiedliche Systeme.
Während Pompeji die Vergangenheit bewahrt, zeigen die Campi Flegrei die lebendige Kraft der Erde – bis heute.
Anmerkung: Da in diesem Gebiet die Erde ständig in Bewegung ist und immer brodelt, steht es „unter regelmäßiger Beobachtung“. Aktuell heißt es, dass ein Ausbruch der Campi Flegrei in nächs-ter Zeit ziemlich ausgeschlossen sei. Die Wahrscheinlichkeit allerdings, dass es in den nächsten 50 Jahren zu einem Ausbruch kommen kann, ist relativ hoch. Und ein solcher Ausbruch hätte fatale Folgen.
Eine schöne Gelegenheit, meine jüngsten Erlebnisse von der VinItaly einfließen zu lassen. Im Rahmen eines Projektes der Region Kampanien durfte ich mich mit einigen Weinproduzenten tref-fen und ihre besonderen Tropfen verkosten.
Der vulkanische Boden schenkt den Weinen:
Typisch sind:
Nach so viel Geschichte: etwas Einfaches, Ehrliches – typisch Kampanien.
Insalata Caprese con un tocco speciale
Zutaten (für 4 Personen)
Zubereitung
Optional: Zitronenzeste für Frische, oder aber – das ist mein Favorit: geröstete Pinienkerne drüberstreuen.
Hier passt perfekt: Falanghina dei Campi Flegrei
Die Frische und Mineralität sind eine perfekte Ergänzung zu den Tomaten und bringen die Leichtigkeit des Gerichts wunderbar zur Geltung.
Pompeji zeigt uns, wie vergänglich selbst blühende Städte sein können.
Die Campi Flegrei hingegen erinnern uns daran, dass das Leben weitergeht – kraftvoll, lebendig und voller Energie.
Und vielleicht liegt genau darin das Geheimnis Kampaniens: Vergangenheit und Gegenwart sind hier nie voneinander getrennt – sondern immer miteinander verbunden.
Buon appetito und bleiben Sie gesund!
Porta Vagnu steht für echtes Italien: Feinkost, Olivenöl und Weine von kleinen, familiengeführten Betrieben, die mit Herz und Tradition arbeiten. Produzenten, die ihr Land respektieren, nachhaltig handeln und authentische Qualität liefern. Elke Heselmeyer spürt sie bei ihren Reisen nach Italien auf. Mehrmals im Jahr besucht sie ihre Produzenten, prüft die Qualität und probiert die neue Ernte.
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Bild: Natanael Ginting freepic, Elke Heselmeyer © DNEWS24
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