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Italian Secrets: Pienza – die Stadt des Pecorino

Nach einem etwas nachdenklichen Thema der vergangenen Woche begeben wir uns heute wieder in einen zauberhaften Ort: es geht in die Toskana, die eigentlich bereits berühmt genug ist. Doch auch hier gibt es nicht nur Orte, wo man als Tourist einfach nur „durchgeschleust“ wird, sondern noch sehr idyllische Dörfer, wie z. B. Pienza mit seinen knapp 2.000 Einwohnern.

Wer durch Pienza spaziert, entdeckt nicht nur eine der schönsten Kleinstädte der Toskana.

Man riecht sie auch.

Denn aus vielen kleinen Geschäften strömt einem sofort der Duft entgegen, für den der Ort weit über Italien hinaus bekannt ist: Pecorino.

Der Name stammt vom italienischen Wort pecora – Schaf. Und genau die Schafsmilch prägt seit Jahrhunderten die kulinarische Tradition dieser Region. Rund um Pienza grasen die Tiere auf den sanften Hügeln des Val d’Orcia, einer Landschaft, die fast wie gemalt wirkt. Die Kräuter, Gräser und das Klima verleihen der Milch dabei ihren ganz eigenen Charakter.

Und genau daraus entsteht jener Pecorino, der Pienza weltberühmt gemacht hat.

Mehr als nur Käse

In den kleinen Gassen von Pienza findet man Pecorino in unzähligen Varianten:

  • jung und mild
  • gereift und würzig
  • in Heu gelagert
  • mit Pfeffer
  • mit Trüffel
  • oder in Rotwein gereift

Jeder Produzent hat dabei seine eigene Handschrift. Gerade das macht Italien so besonders:

  • Tradition bedeutet hier nicht Stillstand
  • sondern gelebte Handwerkskunst
Die Atmosphäre von Pienza

Pienza ist aber weit mehr als nur Käse.

Die Stadt wirkt fast wie eine Bühne der Renaissance:

  • kleine Plätze
  • helle Natursteine
  • enge Gassen
  • und überall dieser Blick über die toskanische Landschaft

Hier scheint die Zeit tatsächlich etwas langsamer zu vergehen. Vielleicht schmeckt gerade deshalb auch der Pecorino hier ein wenig intensiver.

Pecorino Toscano vs. Pecorino Sardo

Und genau hier wird es spannend. Denn obwohl beide Käse aus Schafsmilch hergestellt werden, könnten sie unterschiedlicher kaum sein.
Pecorino Toscano

Der Pecorino Toscano wirkt oft:

  • milder
  • cremiger
  • eleganter
  • manchmal leicht nussig

Er ist häufig zugänglicher und weniger dominant.

Vor allem die jüngeren Varianten passen wunderbar:

  • zu Antipasti
  • zu Honig
  • oder einfach mit etwas Brot und Wein.
Pecorino Sardo

Der Pecorino Sardo hingegen trägt deutlich mehr die Seele Sardiniens in sich.

  • kräftiger
  • salziger
  • würziger
  • oft rustikaler

Je nach Reife entwickelt er intensive Aromen und deutlich mehr Charakter.

Man schmeckt:

  • Wind
  • Kräuter
  • Sonne
  • und die wilde Landschaft Sardiniens
Rezept der Woche

Crostini mit Pecorino, Honig & Walnüssen

Ein wunderbares Gericht zur Abrundung des Themas: einfach, mediterran und perfekt für einen italienischen Abend auf dem heimischen Balkon.

Zutaten (für 4 Personen)
  • geröstetes Landbrot
  • Pecorino Toscano oder Pecorino Sardo
  • etwas Honig
  • Walnüsse
  • Olivenöl
  • schwarzer Pfeffer
Schritt-für-Schritt-Anleitung
  1. Brot rösten
    Die Brotscheiben goldbraun rösten.
  2. Pecorino auflegen
    Den Käse in dünne Scheiben schneiden und auf das warme Brot geben.
  3. Verfeinern und Servieren

Mit etwas Honig beträufeln, Walnüsse darübergeben und mit wenig Pfeffer abrunden. Am besten lauwarm genießen.

Die passende Weinbegleitung

Dazu passt hervorragend

Vernaccia di San Gimignano

  • frisch
  • leicht nussig
  • mit schöner Mineralität

Perfekt zur Kombination aus Käse, Honig und Walnüssen.

Meine Schlussbotschaft

Vielleicht erzählt kaum ein Produkt so viel über seine Heimat wie Pecorino. Denn je nachdem, wo er entsteht, schmeckt man Landschaft, Klima und Tradition auf ganz unterschiedliche Weise.

Buon appetito und bleiben Sie gesund!

Italian Secrets im DNEWS24Podcast
Elke Heselmeyer

Porta Vagnu steht für echtes Italien: Feinkost, Olivenöl und Weine von kleinen, familiengeführten Betrieben, die mit Herz und Tradition arbeiten. Produzenten, die ihr Land respektieren, nachhaltig handeln und authentische Qualität liefern. Elke Heselmeyer spürt sie bei ihren Reisen nach Italien auf. Mehrmals im Jahr besucht sie ihre Produzenten, prüft die Qualität und probiert die neue Ernte.

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Weitere Ausgaben von Italian Secrets finden Sie hier.

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Bild: Natanael Ginting freepic, Elke Heselmeyer © DNEWS24

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