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Italian Secrets: Matera – die steinerne Seele des Südens

Heute möchte ich Sie wieder einmal in eine weniger bekannte Gegend Italiens entführen. Es geht den Stiefel ganz hinunter, bis ans Ende. Dort, im Spann, finden wir die Region Basilikata. Diese Region hat nur zwei Provinzen: Matera und Potenza, wobei Potenza gleichzeitig die Hauptstadt ist.

Uns zieht es heute nach

Matera – die steinerne Seele Süditaliens

Matera liegt in der stillen, oft unterschätzten Region Basilikata im Süden Italiens. Wer zum ersten Mal in diese Landschaft blickt, hat das Gefühl, in eine andere Zeit versetzt zu werden.

Denn Matera gehört zu den ältesten kontinuierlich bewohnten Städten der Welt. Archäologische Funde belegen menschliche Siedlungen hier bereits seit der Steinzeit.

Der Grund für diese lange Geschichte liegt in der Landschaft selbst: In den weichen Kalkstein wurden über Jahrtausende Höhlen gegraben, erweitert und zu Wohnräumen ausgebaut.

Die Sassi – eine Stadt in den Felsen

Das Herz von Matera sind die berühmten Sassi di Matera.

Diese beiden historischen Viertel – Sasso Caveoso und Sasso Barisano – bestehen aus hunderten Höhlenwohnungen, Kirchen und Werkstätten, die direkt in den Fels gehauen wurden.

Schmale Treppen, kleine Plätze und gewundene Gassen verbinden die Häuser miteinander – eine Architektur, die sich perfekt in die Landschaft einfügt.

1993 wurden die Sassi von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Sie gelten als eines der beeindruckendsten Beispiele einer in den Fels gebauten Siedlung im gesamten Mittelmeer-raum.

Vom „Schandfleck Italiens“ zur Kulturhauptstadt

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Matera ein Symbol für Armut: In den 1940er Jahren lebten die Menschen noch wie in der Steinzeit – zusammen mit dem Vieh in einer Höhle. Als die Zustände publik werden, soll Italiens „Schandfleck“ verschwinden.

Doch Matera bleibt – und wird Kulturhauptstadt, Filmkulisse und Touristenmagnet.

Es war ein langer Weg dorthin, denn in den 1950er-Jahren wurden tausende Bewohner lediglich umgesiedelt – und die Sassi standen lange leer. Erst ab den 1980er-Jahren begann ihre Restaurierung. Heute sind viele der alten Höhlen Boutiquehotels, Restaurants und kleine Museen.

Der große Wendepunkt kam 2019: Matera wurde Europäische Kulturhauptstadt. Seitdem entdecken immer mehr Reisende diese faszinierende Stadt, die noch so viel mehr ist. Nämlich eine großartige Filmkulisse…

Matera wirkt wie eine Stadt außerhalb der Zeit – und genau deshalb zieht sie seit Jahrzehnten Filmregisseure aus aller Welt an.

Besonders berühmt wurde die Stadt durch den Film „The Passion of the Christ“ von Mel Gibson. Für viele Zuschauer war Matera damals die perfekte Kulisse für das biblische Jerusalem.

Auch Hollywood entdeckte den Zauber der Sassi: Im James-Bond-Film „No Time to die“ mit Daniel Craig rasen spektakuläre Verfolgungsjagden durch die engen Gassen der Stadt.

Matera besitzt etwas, das kaum ein Filmstudio künstlich erschaffen kann: eine Architektur, die sich über Jahrtausende entwickelt hat – und dadurch eine unvergleichliche Atmosphäre ausstrahlt.

Basilikata – Italiens stilles Herz

Während Regionen wie Toskana oder Lombardei längst weltberühmt sind, bleibt Basilikata oft im Schatten.

Doch genau darin liegt ihr Reiz. Hier findet man:

  • wilde Landschaften
  • ursprüngliche Dörfer
  • eine ehrliche Küche
  • und eine tiefe Verbindung zur Geschichte Süditaliens.

Es ist ein Italien, das nicht inszeniert ist – sondern authentisch geblieben ist. Es verbindet Geschichte, Architektur, Spiritualität und einfache, ehrliche Küche – genau das, was wir bei Italian Secrets immer hervorheben.

Italian Secrets – Rezept der Woche 

Passend dazu gibt es natürlich ein typisches Gericht aus Matera

Cavatelli mit Peperoni Cruschi

Die Küche der Basilikata ist einfach, bäuerlich und voller Charakter.
Eine Spezialität sind Peperoni Cruschi – getrocknete Paprika, die kurz in Olivenöl frittiert werden und dadurch knusprig werden.

Zutaten (4 Personen)

  • 400 g Cavatelli (oder Orecchiette)
  • 3–4 Peperoni cruschi
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4–5 EL Olivenöl extra vergine (erhältlich bei Porta Vagnu)
  • Pecorino oder Ricotta salata
  • Salz

Zubereitung

Pasta in reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen.

Peperoni cruschi kurz in heißem Olivenöl frittieren – sie werden sofort knusprig. Herausnehmen und grob zerbröseln.

Knoblauch im selben Olivenöl leicht anziehen lassen.

Pasta dazugeben und mit etwas Kochwasser schwenken.

Die knusprigen Paprika darüber streuen. Mit Pecorino oder Ricotta salata servieren.

Ein unglaublich simples Gericht – aber voller Aroma.

Der passende Wein

Der perfekte Begleiter ist ein Rotwein aus der Basilikata: Aglianico del Vulture.

Dieser Wein stammt von vulkanischen Böden rund um den Monte Vulture und gilt als einer der großen Rotweine Süditaliens.

Buon appetito und bleiben Sie gesund!

Italian Secrets im DNEWS24Podcast
Elke Heselmeyer

Porta Vagnu steht für echtes Italien: Feinkost, Olivenöl und Weine von kleinen, familiengeführten Betrieben, die mit Herz und Tradition arbeiten. Produzenten, die ihr Land respektieren, nachhaltig handeln und authentische Qualität liefern. Elke Heselmeyer spürt sie bei ihren Reisen nach Italien auf. Mehrmals im Jahr besucht sie ihre Produzenten, prüft die Qualität und probiert die neue Ernte.

Jedes Produkt erzählt seine eigene Geschichte – von Menschen, die nicht für den Massenmarkt produzieren, sondern für den echten Genuss. Porta Vagnu: Dolce Vita zum Mitnehmen.

Ihre Gastgeberin Elke Heselmeyer verwöhnt in Wiesbaden auch mit dem Genuss vor Ort, einem einzigartigen Einkaufserlebnis und fundierter Beratung. Eben: Italien riechen und schmecken, auch wenn man nicht im Urlaub ist.

Mehr Informationen: porta-vagnu.de.

Weitere Ausgaben von Italian Secrets finden Sie hier.

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Bild: Natanael Ginting freepic, Elke Heselmeyer © DNEWS24

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