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Italian Secrets: Frauenfussball in Italien

Ein besonderes sportliches Ereignis: Die Frauenfussball-Europameisterschaft. Italiens Frauenfussball auf dem Prüfstand.

Die erste Frage, die uns heute beschäftigt, lautet: Wie steht es um den Frauenfußball in Italien?

Professionalisierung & Wachstum

Seit Juli 2022 ist die Serie A Femminile in Italien voll-professionell – Spielerinnen erhalten Verträge mit Mindestlöhnen, Sozialversicherung und Rentenansprüchen. Zwischen 2008 und 2022 hat sich die Zahl der registrierten Spielerinnen von ca. 19.000 auf fast 37.000 nahezu verdoppelt.

Zuschauer & Aufmerksamkeit

Beim Spiel Juventus–Fiorentina (2025) wurde mit über 40.000 Zuschauern ein neuer Zuschauerrekord erreicht – 14.000 waren es zuvor beim Ligaauftakt. Durchschnittlich wurden die Stadien der Serie A Femminile 25 % stärker frequentiert als in der Vorsaison, mit über 2.300 Besuchern pro Spiel. Erstmals wurden Spiele live im Free-TV gezeigt (Rai 1, Sky), oft zur Prime-Time und mit Frauenkommentar – das hat die Reichweite massiv erhöht.

Mediale & kommerzielle Entwicklung

TV- und Streaming-Rechte nahmen um 40 % zu. Das Sponsoring ist im Vergleich zu 2020/21 um gut 30 % gewachsen. Der wirtschaftliche Impact 2024 lag bei über 120 Mio €. Großklubs wie Juventus, Milano, Roma, Inter und Fiorentina haben Teams gegründet und investieren – eine wichtige strukturelle Basis für Entwicklung.

Nationale Identifikation

Die Nationalmannschaft – Le Azzurre – verzeichnete bei der WM 2023 7,3 Mio Zuschauer, bei der EM 2025 gibt es aufmerksamkeitsstarke Spiele. Solche Erfolge stärken das kulturelle Verständnis und fördern die „normalere“ Wahrnehmung des Frauenfußballs im Land.

Wo besteht noch Handlungsbedarf?

Trotz Fortschritten bestehen Ungleichheiten: Infrastruktur und Trainingsbedingungen sind noch ausbaufähig, viele Teams spielen noch auf minderwertigem Untergrund. Das Gehaltsniveau der Spielerinnen liegt weiterhin deutlich unter dem der Männer. Die Nachwuchsarbeit und Vereinsstrukturen sind regional unterschiedlich entwickelt.

Vergleich: Deutschland vs. Italien

Deutschland hat bereits seit längerem professionell organisierte Frauenligen mit starker Jugendarbeit und Infrastruktur. Der DFB vermeldet rund 1 Mio Frauenfußballerinnen, das System ist etabliert.

Italien holt stark auf – Serien-Finalspiele, große TV-Reichweite und professionelle Liga zeigen rasante Entwicklung, aber das Fundament ist noch im Aufbau, mit Nachholbedarf bei Jugendförderung und breit aufgestellten Strukturen.

Fazit: Italien holt auf – doch Deutschland ist noch voraus

In den letzten Jahren: strukturierte Professionalisierung, massives Publikumswachstum, mediale Präsenz – Italien sitzt am Zug. Der Weg ist bemerkenswert: von marginaler Aufmerksamkeit zu Zuschauerrekorden, First Class-TV Rechten und großen Stadionbesuchen. Dennoch fehlen Infrastruktur, flächendeckende Jugendarbeit, Gleichstellung der Löhne – und im System ist Deutschland weiterhin führend.

Abschließend fragen wir uns doch einmal, wie es mit den zu erwartenden Prämien bei der EM in der Schweiz aussieht.

Beim aktuellen Turnier beträgt das Gesamtpreisgeld 41 Mio €, was einem Anstieg um 156 % gegenüber 2022 entspricht.
Davon fließen 70 % als Pauschale an alle 16 teilnehmenden Verbände, der Rest ist als Bonus für Siege, Unentschieden usw. – mit einem Maximaltopf von 5,1 Mio € für den Turniersieger – vorgesehen.

Diese Erhöhung um 156 % ist tatsächlich eine tolle Steigerung. Doch führen wir uns vor Augen, was bei der Männer-EM ausgeschüttet wird, so möchte man einfach nur heulen: da sind es nämlich 331 Mio €.

Es bleibt immer noch sehr sehr viel zu tun.

So, nun habe ich mich als Frau genug aufgeregt. Jetzt brauche ich eine Stärkung. Heute teile ich eines meiner Lieblingsrezepte: Tortellini mit frischen Datteltomaten.

Zutaten

500 g frische Tortellini (Spinat/Ricotta)
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Ca. 350 g frische Datteltomaten
Pecorino frisch gerieben

Zubereitung

Knoblauch und Zwiebel schälen, klein schneiden und in Olivenöl anbraten. Die Datteltomaten waschen und, je nach Größe, halbieren oder dritteln. Zu den Zwiebelwürfeln und dem Knoblauch geben und alles vorsichtig verrühren. In der Zwischenzeit für die Tortellini Wasser zum Kochen bringen und die Tortellini al dente garen. Vom Nudelwasser etwas zu den Tomaten geben. Wenn die Tortellini al dente sind, diese zu den Tomaten geben und alles vorsichtig verrühren. Auf Tellern anrichten und mit geriebenem Käse bestreuen.

Hierzu würde ein Weißwein mit einem schönen Aroma und nur wenig Säure passen, wie z.B. der Zibibbo.

Als Rotwein würde ich den Montepulciano d’Abruzzo von Vianello Wines dazu trinken.

Buon appetito und bleiben Sie gesund!

Porta Vagnu steht für echtes Italien: Feinkost, Olivenöl und Weine von kleinen, familiengeführten Betrieben, die mit Herz und Tradition arbeiten. Produzenten, die ihr Land respektieren, nachhaltig handeln und authentische Qualität liefern. Elke Heselmeyer spürt sie bei ihren Reisen nach Italien auf. Mehrmals im Jahr besucht sie ihre Produzenten, prüft die Qualität und probiert die neue Ernte.

Jedes Produkt erzählt seine eigene Geschichte – von Menschen, die nicht für den Massenmarkt produzieren, sondern für den echten Genuss. Porta Vagnu: Dolce Vita zum Mitnehmen.

Ihre Gastgeberin Elke Heselmeyer verwöhnt in Wiesbaden auch mit dem Genuss vor Ort, einem einzigartigen Einkaufserlebnis und fundierter Beratung. Eben: Italien riechen und schmecken, auch wenn man nicht im Urlaub ist.

Mehr Informationen: porta-vagnu.de.

Italian Secrets im DNEWS24Podcast

Bild: Natanael Ginting freepic © DNEWS24

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