Francesco di Bernardone, besser bekannt als Franz von Assisi, ist eine der ikonischsten Figuren der italienischen Geschichte. Geboren um 1181/82 in Assisi (Umbrien) als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers, legte er sein wohlhabendes Leben ab, um in Armut und Demut zu leben und den Menschen die Botschaft von Frieden, Brüderlichkeit und Nähe zur Natur zu verkünden. Seine Hingabe an die Armen, seine Liebe zur Schöpfung und sein unermüdliches Engagement für Versöhnung und Gemeinschaft machten ihn schon zu Lebzeiten zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.
Francesco gründete den Orden der Franziskaner, der sich schnell über Italien und später über Europa ausbreitete. Sein Einfluss war tief spirituell, aber auch kulturell und sozial: er predigte Gleich-heit, Fürsorge für die Armen und Respekt vor der Schöpfung – Werte, die bis heute relevant sind. Nach seinem Tod am 3. Oktober 1226 wurde er 1228 heiliggesprochen und später zum Patron Italiens erklärt.
2026 jährt sich sein Tod zum 800. Mal, ein Anlass, der nicht nur in Assisi, sondern in ganz Umbrien und darüber hinaus mit zahlreichen Initiativen gewürdigt wird.
Das Jubiläum ist nicht nur ein einmaliger Festtag, sondern ein ganzes Jahr der Erinnerung und der Begegnung. Es verbindet Spiritualität, Kultur, Geschichte und moderne Interpretationen seiner Botschaft.
Eröffnung des Jubiläumsjahres
Am 10. Januar 2026 wurde das Jahr des 800. Todestages offiziell eröffnet mit einer feierlichen Zeremonie in der Basilika von Santa Maria degli Angeli in Assisi – dort, wo Franziskus oft betete und wirkte. Die Eröffnungszeremonie wurde weltweit übertragen und steht symbolisch für Frieden, Versöhnung und Gemeinschaft.
Ausstellung der Reliquien – „San Francesco Vive“
Vom 22. Februar bis 22. März 2026 werden die mortal remains von Franz von Assisi erstmals über einen ganzen Monat lang öffentlich in der Unterkirche der Basilika des Heiligen Franziskus gezeigt. Hierzu zählt die Verlegung seines Leichnams aus der Krypta an den Fuß des Papstaltars – ein historisches Ereignis mit internationaler Strahlkraft.
Begleitend finden dort tägliche Messen, spirituelle Andachten und internationale Gottesdienste statt, die Besucher aus aller Welt willkommen heißen.
Themenpfade und franziskanische Wege
Auf verschiedenen historischen Wegen quer durch Umbrien, entlang von Einsiedeleien, Wäldern und alten Klöstern, werden die Pfade des Heiligen erlebbar gemacht. Diese franziskanischen Routen verbinden Orte, an denen Franziskus lebte, betete und seine Botschaft weitergab – ein echtes Erlebnis für Pilgernde und Kulturinteressierte.
Franziskus von Assisi ist weit mehr als eine historische Figur: Seine Vision von Frieden, Einfachheit, Gemeinschaftssinn und Achtung vor allen Lebewesen hat bis heute Bedeutung – religiös, gesell-schaftlich und kulturell. Das Jubeljahr 2026 ist eine Einladung, diese Botschaften selbst zu erleben, neu zu entdecken und in einer Zeit großer Herausforderungen als Orientierung zu nutzen.
Zuppa di Lenticchie di Castelluccio
Ein typisches Rezept aus Umbrien, ein Gericht, das perfekt zu Franz von Assisi passt:
einfach, nahrhaft, bodenständig – aus einer Region, die von Bescheidenheit und Tiefe lebt.
Zutaten (4 Personen)
250 g Linsen aus Castelluccio di Norcia (oder gute Berglinsen)
1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 Stange Sellerie
1 Knoblauchzehe
2–3 EL Olivenöl extra vergine (gibt es bei Porta Vagnu)
1 Lorbeerblatt
ca. 1 l Gemüsebrühe
Salz, schwarzer Pfeffer
optional: ein Zweig Rosmarin
zum Servieren: geröstetes Landbrot
Grechetto dell’Umbria DOC
• fein, trocken, leicht nussig
• dezente Kräuternoten
• perfekt zu Hülsenfrüchten und der umbrischen Küche
Alternative:
Rosso di Montefalco (leicht gekühlt) – wenn man es etwas kräftiger mag.
Es steht für das, wofür Franz von Assisi lebte: Genügsamkeit statt Überfluss. Achtung vor der Natur. Teilen statt besitzen.
Buon appetito und bleiben Sie gesund!
Porta Vagnu steht für echtes Italien: Feinkost, Olivenöl und Weine von kleinen, familiengeführten Betrieben, die mit Herz und Tradition arbeiten. Produzenten, die ihr Land respektieren, nachhaltig handeln und authentische Qualität liefern. Elke Heselmeyer spürt sie bei ihren Reisen nach Italien auf. Mehrmals im Jahr besucht sie ihre Produzenten, prüft die Qualität und probiert die neue Ernte.
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Bild: Natanael Ginting freepic, Elke Heselmeyer © DNEWS24
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