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Italian Secrets: Ein echtes Thema zum Herbst - Südtirol und Törggelen

Letzte Woche Kampanien, diese Woche Südtirol – wir kommen schon ziemlich rum. Gerade jetzt, Anfang Oktober, passt das heutige Thema ziemlich gut: Südtirol und Törggelen – Herbstgenuss zwischen Weinbergen und Bergen.
Doch: Was ist Törggelen überhaupt?

Das Wort leitet sich vom lateinischen torquere = pressen ab und bezeichnet den Brauch, im Herbst nach der Weinlese den jungen Wein (Nuier) und frischen Most zu verkosten. Dazu serviert man in Südtirol typische herzhafte Gerichte und Kastanien. Ursprünglich ein Fest der Winzer und Bauern, hat es sich heute zu einem festen Bestandteil der Südtiroler Kultur entwickelt – für Einheimische wie Gäste gleichermaßen.

Törggelen: wann und wo?

Törggelen beginnt traditionell im Oktober nach der Weinlese und dauert bis in den November hinein. Besonders gefeiert wird in den Tälern rund um Bozen, Meran, Eisacktal und entlang der Weinstraße. Buschenschänken und Hofschänken öffnen ihre Türen, oft mit gemütlichen Stuben oder urigen Kellern, die nur zu dieser Zeit für Besucher zugänglich sind.

Törggelen: was muss man unbedingt probieren?
  • Geröstete Kastanien (Keschtn) – das absolute Symbol des Törggelen
  • Südtiroler Speck, Kaminwurzen und Käse als Auftakt
  • Knödelvariationen (z. B. mit Spinat oder Speck)
  • Schlachtplatten mit Surfleisch, Rippchen, Würsten und Sauerkraut
  • Krapfen (süß gefüllte Teigtaschen, oft mit Kastanien- oder Marmeladenfüllung)
Einfach nachzumachen zu Hause

Was man leicht in der eigenen Küche zaubern kann: Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesan. Sie sind unkompliziert zuzubereiten, gelingen sicher und holen das Südtiroler Törggelen-Gefühl nach Hause.

Welcher Wein passt dazu?

Ganz klassisch wird beim Törggelen der neue Wein (Nuier) getrunken – jung, frisch und süffig. Für Zuhause passt hervorragend ein Südtiroler Vernatsch (Schiava), ein leichter, fruchtiger Rotwein. Wer etwas Kräftigeres mag, greift zum Lagrein, der besonders gut zu Schlachtplatte und Speck harmoniert.

Fazit

Törggelen ist kein einfaches Essen, sondern ein Fest der Sinne: Gemeinsamkeit, Herbststimmung, Herzhaftes auf dem Teller und junge Weine im Glas – ein Stück gelebter Südtiroler Tradition.

Rezept der Woche: Südtiroler Spinatknödel mit zerlassener Butter und Parmesan

Zutaten (für 4 Personen)

  • 250 g altbackene Brötchen oder Weißbrot, klein gewürfelt
  • 200 g frischer Spinat (alternativ TK-Spinat, gut ausgedrückt)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 2 Eier
  • 150 ml Milch (lauwarm)
  • 3 EL Mehl
  • 50 g geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • etwas Schnittlauch oder Petersilie zum Garnieren
  • zerlassene Butter und Parmesan zum Servieren

Zubereitung

  1. Spinat vorbereiten
    Frischen Spinat waschen, kurz in Salzwasser blanchieren, abgießen, kalt abschrecken und fein hacken.
  2. Zwiebeln anschwitzen
    Zwiebel klein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Mit dem Spinat vermischen.
  3. Knödelmasse herstellen
    Brotwürfel in eine Schüssel geben, mit warmer Milch übergießen, kurz ziehen lassen. Eier, Mehl, Parmesan, Spinat-Zwiebel-Mischung, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben. Alles gut verkneten.
    Tipp: Wenn die Masse zu weich ist, noch etwas Mehl zugeben.
  4. Knödel formen & garen
    Mit feuchten Händen Knödel formen (ca. 8 Stück). In leicht siedendem Salzwasser 15–20 Minuten gar ziehen lassen – nicht sprudelnd kochen!
  5. Anrichten
    Die Knödel auf Tellern anrichten, mit zerlassener Butter übergießen und mit reichlich Parmesan bestreuen. Frische Kräuter darüber streuen.

Dazu genießt man ein Glas Südtiroler Vernatsch oder Lagrein – und schon hat man Törggelen-Atmosphäre auch zu Hause. Hat man diese Weine gerade nicht im Keller, so empfehle ich dazu den REBO.

Buon appetito und bleiben Sie gesund!

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Italian Secrets im DNEWS24Podcast

Bild: Natanael Ginting freepic © DNEWS24

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