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Italian Secrets: Breme – das Dorf, das einer Zwiebel ein Fest widmet

Wenn man an Italien denkt, kommen vielen Menschen zuerst die großen Namen in den Sinn: Rom, Florenz, Venedig oder die Amalfiküste. Doch das wahre Italien versteckt sich oft dort, wo man es nicht erwartet.

Zum Beispiel in einem kleinen Ort namens Breme in der Lombardei.

Ein Dorf mit nur wenigen hundert Einwohnern. Und doch pilgern jedes Jahr Tausende Menschen hierher.

Nicht wegen einer berühmten Kirche.
Nicht wegen eines Strandes.
Nicht wegen eines spektakulären Bauwerks.
Sondern wegen einer Zwiebel: Es geht um die rote Zwiebel von Breme.

Die berühmte „Cipolla Rossa di Breme“ ist weit über die Region hinaus bekannt. Auf den ersten Blick wirkt sie unscheinbar.

Doch sie besitzt Eigenschaften, die sie besonders machen:
👉 außergewöhnlich groß
👉 angenehm süßlich
👉 wenig scharf
👉 und überraschend mild

Selbst Menschen, die normalerweise keine rohen Zwiebeln mögen, sind oft überrascht, wie fein und ausgewogen ihr Geschmack ist.

Seit Generationen wird sie in der Gegend rund um Breme angebaut.

Die fruchtbaren Böden entlang des Flusses Po sowie das besondere Mikroklima verleihen ihr ihren charakteristischen Geschmack.

Einige geschichtliche Fakten zur „Cipolla Rossa di Breme“

Die erste Erwähnung findet sich in einer Chronik aus dem Jahre 960 n. Chr.

Sogar die Organisation Slow Food hat dieses Produkt in die Liste der besonders schützenswerten „Kulturgüter“ aufgenommen.

Es sind 19 Produzenten in dieser “Schutzzone”, die ca. 12 ha mit der „Cipolla Rossa di Breme“ bearbeiten. Die Felder befinden sich in der Gemeinde von Breme in der Provinz Pavia. Die Bedingungen hier sind perfekt für diese Zwiebel.

Wenn eine Zwiebel zum Star wird

Jedes Jahr verwandelt sich Breme im Juni in ein Zentrum italienischer Genusskultur. Denn dann findet die „Sagra della Cipolla Rossa di Breme“ statt. In diesem Jahr an zwei Wochenenden, nämlich vom 12. bis 14. Juni und vom 19. bis 21. Juni 2026.

Ein Dorffest, das sich vollständig einer einzigen Zutat widmet. Und genau das macht den besonderen Charme Italiens aus.

Während andernorts immer größer, schneller und spektakulärer gedacht wird, feiert man hier mit Stolz das, was die Region ausmacht.

Zwiebeln in allen Variationen

Während der Sagra begegnet man der roten Zwiebel überall:

  • im Risotto
  • auf Focaccia
  • in herzhaften Kuchen
  • als Marmelade
  • eingelegt
  • gegrillt
  • oder als Begleitung zu Käse und Fleisch

Die Bewohner zeigen dabei eindrucksvoll, wie vielseitig ein scheinbar einfaches Produkt sein kann.

Und genau darin liegt eine wichtige Botschaft:
👉 Wert entsteht nicht durch Exklusivität.
👉 Sondern durch Hingabe, Tradition und Qualität.
✨ Das wahre Italien

Wer eine solche Sagra besucht, erlebt etwas, das in vielen touristischen Regionen längst verloren gegangen ist:

Menschen sitzen gemeinsam an langen Tafeln. Kinder spielen auf den Plätzen. Musik erklingt zwi-schen den Häusern. Die Gespräche dauern bis spät in die Nacht.

Und plötzlich versteht man: Italien besteht nicht nur aus Sehenswürdigkeiten. Sondern vor allem aus Gemeinschaft. Aus Menschen, die sich etwas zu sagen haben, die sich wertschätzen. Und aus Menschen, die das Leben genießen.

Rezept der Woche

Passend dazu gibt es natürlich ein typisches Rezept, nämlich ein „Risotto mit der roten Zwiebel von Breme

Ein einfaches, ehrliches Gericht, das die Süße der Zwiebel wunderbar zur Geltung bringt.

Zutaten (für 4 Personen)
  • 320 g Risotto-Reis
  • 3 große rote Zwiebeln
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Glas Weißwein (vorzugsweise den, den man später dazu trinkt)
  • 50 g Butter
  • 50 g frisch geriebener Parmigiano Reggiano
  • Olivenöl – von Porta Vagnu
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
Schritt-für-Schritt-Anleitung
  1. Zwiebeln vorbereiten
    Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden.
    In etwas Olivenöl langsam anschwitzen.
    Wichtig:
    Nicht bräunen.
    Sie sollen weich werden und ihre natürliche Süße entfalten.
  2. Reis rösten
    Den Risotto-Reis hinzufügen und kurz mitrösten.
  3. Mit Weißwein ablöschen
    Mit dem Weißwein ablöschen und vollständig einkochen lassen.
  4. Brühe nach und nach hinzufügen
    Nun portionsweise heiße Brühe angießen und regelmäßig umrühren.
    Etwa 18 Minuten garen.
  5. Cremigkeit erzeugen
    Zum Schluss Butter und Parmigiano einrühren.
    Mit Pfeffer und wenig Salz abschmecken.
  6. Servieren
    Sofort servieren.
    Die Süße der Zwiebel steht hier ganz bewusst im Mittelpunkt.
Die passende Weinbegleitung

Dazu passt wunderbar: Lugana DOC. Seine Frische und feine Mineralität balancieren die Süße der Zwiebel perfekt aus.

Alternativ: Bonarda dell’Oltrepò Pavese. Leicht gekühlt serviert eine herrlich regionale Begleitung.

Beide Weine gibt es bei Porta Vagnu.

Meine Schlussbotschaft

Vielleicht liegt die wahre Schönheit Italiens genau dort, wo niemand sie vermutet. 
In einem kleinen Dorf. Bei einem Dorffest.
Und manchmal sogar in einer einzigen Zwiebel.
Denn während viele Orte versuchen, immer größer zu werden, erinnert Breme daran, dass man auch mit etwas ganz Einfachem Menschen begeistern kann:
mit Tradition, Leidenschaft und dem Mut, die eigenen Wurzeln zu bewahren.

Buon appetito und bleiben Sie gesund!

Italian Secrets im DNEWS24Podcast
Elke Heselmeyer

Porta Vagnu steht für echtes Italien: Feinkost, Olivenöl und Weine von kleinen, familiengeführten Betrieben, die mit Herz und Tradition arbeiten. Produzenten, die ihr Land respektieren, nachhaltig handeln und authentische Qualität liefern. Elke Heselmeyer spürt sie bei ihren Reisen nach Italien auf. Mehrmals im Jahr besucht sie ihre Produzenten, prüft die Qualität und probiert die neue Ernte.

Jedes Produkt erzählt seine eigene Geschichte – von Menschen, die nicht für den Massenmarkt produzieren, sondern für den echten Genuss. Porta Vagnu: Dolce Vita zum Mitnehmen.

Ihre Gastgeberin Elke Heselmeyer verwöhnt in Wiesbaden auch mit dem Genuss vor Ort, einem einzigartigen Einkaufserlebnis und fundierter Beratung. Eben: Italien riechen und schmecken, auch wenn man nicht im Urlaub ist.

Mehr Informationen: porta-vagnu.de.

Weitere Ausgaben von Italian Secrets finden Sie hier.

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Bild: Natanael Ginting freepic, Elke Heselmeyer © DNEWS24

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