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Grün ist die Farbe der Heuchelei

Diese Woche brachte wenig neue Erkenntnisse, sondern eher Bestätigung für Skeptiker. Gedankenmacher in DNEWS24.

Selbstlob bis zum Narzissmus ist man von Donald John Trump gewöhnt. Was er in einer gefühlt endlosen Rede in Davos abgeliefert hat, ist selbst für Wohlmeinende mental belastend gewesen. Hört man ihm zu, glaubt man dem US-Präsidenten, stehen die USA wirtschaftlich und finanziell super da, nie ging es ökonomisch in den USA besser als jetzt, unter dem 47. Präsidenten.

Das ist schlicht falsch.

Die wirtschaftlichen Kennzahlen für Verbraucher – Inflation und Kaufkraft, Arbeitslosenstatistik und Schaffung neuer Arbeitsplätze – sind einfach anders, als von Trump behauptet. Dazu kommt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika von Verschuldungsrekord zu Verschuldungsrekord rennen. Die USA schulden 38,5 Billionen US-Dollar vor allem Japan, China, Großbritannien, Luxembourg, den Cayman-Inseln, Kanada, Belgien, Irland, Frankreich, der Schweiz und Taiwan. Damit haben die USA weiterhin weltweit den höchsten absoluten Schuldenstand – noch vor China und Japan. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von ca. 110.000 US-Dollar. Private Verbindlichkeiten amerikanischer Verbraucher sind hierin noch nicht enthalten.

Rund 32,2 Prozent der US-Staatsanleihen sind im Jahr 2024 von Konten der Zentralbank FED (Federal Reserve) oder Regierungskonten gehalten worden. Weitere rund 23,6 Prozent gehörten ausländischen und internationalen Gläubigern. Sonstige Anleger verfügten über einen Anteil von rund 17,2 Prozent an den US-Staatsanleihen.

Zum Stichtag 30.09.2024 betrugen die Gesamtschulden aller US-Bundesstaaten zusätzlich 3,02 Billionen US-Dollar.

Bei diesen Zahlen von einem „Golden Age“ und einer Stärke des Greenback zu sprechen, wie Trump das immer wieder tut, ist bestenfalls kühn, schlimmstenfalls dumm. Denn die USA haben ihren AAA-Status (die Bestnote) bei allen drei großen Rating-Agenturen verloren, zuletzt durch Moody’s im Mai 2025, was eine historische Entwicklung darstellt.

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A propos dumm. 25 Jahre wurde das Mercosur-Abkommen der EU mit führenden Staaten Lateinamerikas verhandelt. Kürzlich wurde es unterschrieben. Und sollte so die Stellung der EU und der Wirtschaft in den EU-Staaten fördern. Doch offenbar sind die linksextremen und rechtsextremen Parteien in Frankreich nicht in der Lage, die Vorteile des größten Freihandelsraumes der Welt zu erkennen. Der Rassemblement National und La France insoumise stellten im Europäischen Parlament den Antrag, das Abkommen vom Europäischen Gerichtshof prüfen zu lassen und so das Inkrafttreten auf unabsehbare Zeit zu verzögern. Dem Antrag stimmten die Abgeordneten der AfD und des BSW zu. Kaum zu glauben: auch die EP-Abgeordneten der deutschen Grünen stimmten in einem Anfall geistiger Insuffizienz gemeinsam mit dem RN, LFI, AfD und BSW gegen Mercosur. So wird es nichts mit der Stärkung Europas und größerer Unabhängigkeit von den USA. Danke für nichts, liebe Grüne.

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Der Autor

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus Europa.

Der Bundesverband Initiative 50Plus Europa ist eine unabhängige Initiative, die die Interessen der Generation 50Plus in Europa vertritt. Der BVI50PLUS im Transparency Register der Europäischen Union eingetragen.

Der Sitz des BVI50PLUS ist Wien. Die Stadt ist nicht nur ein Sitz der Vereinten Nationen und die Hauptstadt Österreichs, sondern auch eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Bis 1996 hat Müller mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gelebt. Nach zwei Jahren im Ausland lebt er heute in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt auch heute noch oft und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit genießt man nur die Vorzüge der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten, unter denen die ansässigen Bewohner täglich leiden, einfach ignorieren.“

Bild: Matt Botsford unsplash, BVI50PLUS EUROPA © DNEWS24

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