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Gedankenmacher: Marcel Fratzscher - der Brandstifter am Generationenkonflikt

Der gebürtige Bonner promotet sein neues Buch mit einer an Realitätsverweigerung grenzenden Forderung.

Marcel Fratzscher ist Wissenschaftler, Autor, Kolumnist auf Zeit online und seit 2013 Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Zudem ist Fratzscher Mitglied des High-Level Advisory Board der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), Mitglied im Deutsch-Französischen Rat der Wirtschaftsexperten der Regierungen von Deutschland und Frankreich, Mitherausgeber des Journal of International Economics, Mitglied des Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance. Er engagiert sich für Chancengleichheit von benachteiligten Kindern als Mitglied von Gremien der Kreuzberger Kinderstiftung, von Deutschland Rundet Auf und der Welthungerhilfe.

Soweit, so gut.

Marcel Fratzscher hat sich allerdings im Laufe der Zeit zu einem „lautstarken Claqueur der Sozialdemokraten gemausert“, so der Wirtschaftsjournalist Rainer Hank.

Gedankenmacher im DNEWS24Podcast

Fratzscher hat 2024 behauptet, dass „die IT-Programmiererin aus Indien oder der Ingenieur aus Brasilien nicht mehr nach Deutschland kommen werden“, wenn hier eine Bezahlkarte für Asylbewerber eingeführt würde. Was diese Bezahlkarte für Asylbewerber mit der Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte zu tun habe, konnte Fratzscher allerdings auf Nachfrage nicht erklären.

Ebenso wenig wusste er eine inhaltlich nachvollziehbare Erklärung für den Vorstoß seines DIW, zur Finanzierung der Sozialsysteme einen „Boomer-Soli“ einzuführen.

So ist er, der Herr Fratzscher. Schnell, laut und wenig klug.

Sein neuer Vorschlag kommt zur rechten Zeit, er fällt mit der Veröffentlichung seines Buches „Nach uns die Zukunft“ zusammen, das im Piper-Verlag erscheint. Jetzt fordert er ein „verpflichtendes soziales Jahr für Rentner“. Im Interview mit dem Spiegel sagte Fratzscher, die ältere Generation müsse sich gesellschaftlich „stärker einbringen, beispielsweise im Sozialbereich, aber auch bei der Verteidigung“.

Hinsichtlich des Bereiches der Verteidigung träumt der Berliner Ökonom anscheinend von der Einführung eines Volkssturms 2.0, der 1944 nur wenige Straßen von seinem Büro entfernt erfunden wurde. Und hinsichtlich des Sozialbereiches vernachlässigt Marcel Fratzscher die Tatsache, dass ältere Bürger weit überdurchschnittlich familiär und bürgerschaftlich engagiert sind – und ganz ohne, dass der Staat sie dazu verpflichten würde.

Wenn der Präsident eines angesehenen Wirtschaftsforschungsinstitutes laufend solchen Unsinn veröffentlicht, stellt sich die Frage, in welcher besonderen Blase dieser Ökonom sein Dasein fristet. Mit der Realität in Deutschland haben seine Thesen nichts zu tun. Sie helfen unserem Land auch nicht, endlich in den Fortschrittsmodus zu kommen und gesellschaftliche Gräben einzuebnen.

Die Thesen des Marcel Fratzscher sind einfach nur intellektuell unzulänglich und überflüssig.

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Der Autor

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus Europa.

Bis 1996 hat er mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gelebt. Nach zwei Jahren im Ausland lebt er heute in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt auch heute noch oft und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit genießt man nur die Vorzüge der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten, unter denen die ansässigen Bewohner täglich leiden, einfach ignorieren.“

Der Bundesverband Initiative 50Plus Europa ist eine unabhängige Initiative, die die Interessen der Generation 50Plus in Europa vertritt. Der BVI50PLUS im Transparency Register der Europäischen Union eingetragen.

Der Sitz des BVI50PLUS ist Wien. Die Stadt ist nicht nur ein Sitz der Vereinten Nationen und die Hauptstadt Österreichs, sondern auch eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Bild: Matt Botsford unsplash, BVI50PLUS EUROPA © DNEWS24

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