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Gedankenmacher: Die Schande des DFB

Ein nationales Fußball-Ereignis mutiert zum Skandal. Schuld sind Hooligans und ein DFB, der Exzesse hilflos ignoriert.

Das DFB-Pokalfinale findet seit 1985 traditionell im Olympia-Stadion in Berlin statt. In diesem Jahr trafen die Mannschaften des Titelverteidigers VFB Stuttgart und des FC Bayern München aufeinander. 74.000 Zuschauer sahen im Stadion den 3:0-Sieg der Bayern, alle drei Tore schoss Harry Kane.

Die Zuschauer im Stadion und die Millionen an den TV-Geräten sahen allerdings ab der 50. Minuten wirklich nur noch wenig vom Spiel, das bis dahin spielerisch auch eher langweilig war. Wie auf Kommando zündeten in der besagten 50. Minute Hooligans der Stuttgarter und der Münchener massiv Pyro-Technik. Die Folge: nach wenigen Augenblicken konnten die Kameras die dichten Rauchschwaden nicht mehr durchdringen und auch der TV-Kommentator der ARD wirkte hilflos. Er nannte das Feuer schön anzusehen aber lästig, die Stadionsprecherin bat nur um Rücksicht auf Atemwegserkrankte.

Das, was sich in Berlin an einem sommerlichen Mai-Abend abspielte, war ein Spiegelbild der deutschen Gesellschaft. Etwas Verbotenes, etwas Gefährliches zu tun, wird toleriert. Wenige Eiferer können ohne Folgen für sich eine große Mehrheit beeinträchtigen, ärgern, schädigen.

Nicht auszudenken, wenn statt der vielen Feuer- und Rauchpyrostangen noch gefährlichere Dinge, die als noch gefährlichere Bedrohung für Leib und Leben der Besucher eingesetzt werden könnten, ins Stadion geschmuggelt worden wären. Warum der millionenverdienende Verein DFB, warum Ordnungskräfte und Polizei den Pyro-Irrsinn nicht endlich stoppen, bleibt ein Rätsel. Staat und die NGO DFB versagen und schrecken vor den Hooligans zurück. Zu Lasten der friedlichen Fußball-Begeisterten, die einfach nur ein schönes und spannendes Spiel SEHEN wollen -und dafür auch bezahlt haben.

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Der Gedankenmacher

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus Europa.

Der Bundesverband Initiative 50Plus Europa ist eine unabhängige Initiative, die die Interessen der Generation 50Plus in Europa vertritt. Der BVI50PLUS ist im Transparency Register der Europäischen Union eingetragen.

Der Sitz des BVI50PLUS ist Wien. Die Stadt ist nicht nur ein Sitz der Vereinten Nationen und die Hauptstadt Österreichs, sondern auch eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Bis 1996 hat Müller mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gewohnt. Nach zwei Jahren im Ausland lebt er heute in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt auch heute noch oft und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit genießt man nur die Vorzüge der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten, unter denen die ansässigen Bewohner täglich leiden, einfach ignorieren.“

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Bild: © DNEWS24

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