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Gedankenmacher: Das unwissende Land

Immer mehr Schulabgänger in Deutschland können weder richtig schreiben noch lesen. Aus dem Land der Denker und Ingenieure wird ein Land der Bürgergeldempfänger.

Bildung war einmal ein Aufstiegsversprechen. Eine gute Schule, eine Hochschule sollten für jedes Kind die Tür in eine bessere Zukunft öffnen. Bildung war ein Angebot für alle, nicht nur für materiell Privilegierte. Das versprach vor allem die SPD.

Dann kam der links-grüne Gleichheitswahn. In Kindergärten, Vorschulen, Schulen und Hochschulen galt nicht mehr das Streben nach Leistung, sondern die Orientierung am Schwächsten, der Abbau eines angeblich schädlichen Leistungsdrucks als erstrebenswert. Wohlgemerkt: natürlich ist es gut, Schwache zu fördern. Aber alle auf das Niveau der Schwächsten herunterzuziehen, lähmt Begabung und Fleiß.

Das Ergebnis von 50 Jahren links-grüner Bildungspolitik offenbart sich in den jüngsten Zahlen. Demnach sind etwa 40 Prozent der Schulabgänger nicht in der Lage, deutsch zu schreiben oder zu lesen, sie können auch nicht richtig rechnen. Wer die Sprache nicht beherrscht, Gebrauchsanweisungen oder Dienstanweisungen nicht lesen kann, wer die Grundrechenarten nicht beherrscht – welchen Beruf soll der oder die dann ausüben? Womit soll dieser Mensch sein Geld ehrlich verdienen, die Rente finanzieren und selbst vorsorgen?

Die Antwort findet sich in immer schneller immer höher steigenden staatlichen Transferleistungen eines von der SPD gewollt aufgeblähten und zunehmend ineffizienten Sozialstaates, der trotz extrem hoher Steuern und Sozialabgaben kaum noch zu finanzieren ist.

Es ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Die Wirtschaftskrise in Deutschland, die nun schon seit 7 Jahren andauert und unseren Wohlstand bedroht, kann nicht durch unmotivierte Analphabeten behoben werden. Leider scheinen weder die Bildungsminister der Bundesländer, noch die in der deutschen Bundesregierung zuständige Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien (CDU), an einer durchgreifenden Reform des Bildungswesens mit einem strategischen Paradigmenwechsel der Leistungsanforderungen zu arbeiten. Dieser offenkundige Mangel verstärkt die Krise der Demografie. Die Generationen-Solidarität erfordert gut gebildete und gut bezahlte Arbeitnehmer, die das Umlageverfahren der Sozialsysteme finanzieren. Fehlen diese, werden alle Versprechen, wie zum Beispiel „Die Rente ist sicher!“, zur hohlen Phrase.

Die Folgen dieses Versagens sind für die Demokratie in unserem Land verheerend.

Gedankenmacher im DNEWS24Podcast
Der Gedankenmacher

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus Europa.

Der Bundesverband Initiative 50Plus Europa ist eine unabhängige Initiative, die die Interessen der Generation 50Plus in Europa vertritt. Der BVI50PLUS ist im Transparency Register der Europäischen Union eingetragen.

Der Sitz des BVI50PLUS ist Wien. Die Stadt ist nicht nur ein Sitz der Vereinten Nationen und die Hauptstadt Österreichs, sondern auch eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Bis 1996 hat Müller mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gewohnt. Nach zwei Jahren im Ausland lebt er heute in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt auch heute noch oft und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit genießt man nur die Vorzüge der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten, unter denen die ansässigen Bewohner täglich leiden, einfach ignorieren.“

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Bild: © DNEWS24

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