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Gedankenmacher: Das Salz in der Wunde der Volksverdummung

Die Hauptstadt der drittgrößten Wirtschaftsnation der Erde scheitert an normalem Winterwetter. Die Bürger leiden an ihrer Stadt.

Als der kriegsbesoffene Kreml-Autokrat Deutschland im Herbst 2022 den Energiehahn zudrehte wurde der Öffentlichkeit bewusst, dass nicht nur die monopolartigen Erdgaslieferungen aus Russland Deutschland abhängig gemacht hatten. Nein, schlechter noch: die Gasspeicher, die Schwankungen bei der Gaslieferung abfedern sollten, waren an die Russen verscherbelt worden. Während aber am 1. Februar 2023 der Speicherstand in Deutschland 78,6 % betrug und in der Öffentlichkeit große Angst vor einem Kälte-Blackout geschürt wurde, lag der Speicherstand am 1. Februar diesen Jahres bei wirklich besorgniserregend niedrigen 32,44 %.  Reaktion der Politik: alles nicht so schlimm, das wird schon. Ja klar, die Preise werden steigen aber niemand wird frieren müssen, der sich die höheren Preise leisten kann.

Das ist für mindestens 83,9 % der Menschen in Deutschland beruhigend. Denn sie zählen nicht zu den 16,1 % der Bevölkerung in Deutschland, die laut Statistischem Bundesamt 2025 armutsgefährdet waren. Rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland werden also zittern, entweder vor Kälte oder aus Angst vor der nächsten Gasrechnung.

Auf der nördlichen Erdhalbkugel herrscht Winter. Schneestürme im Osten der USA, Sturzfluten auf der iberischen Halbinsel, bitterer Frost in der Ukraine. Wirklich schlimm ist das Wetter aber in Berlin. Dort sind mitten im Winter nicht nur ein paar Zentimeter Schnee gefallen, es hat anschließend auch noch geregnet. Das Winterwetter führte erst zu Schulausfällen und dem Stopp von U-Bahn, Straßenbahn und Busverkehr. Als dann die Gehwege vereist waren und die Notaufnahmen sich mit Bürgern füllten, die gestürzt waren und sich verletzt hatten, als Feuerwehr und Notärzte an ihr Limit gekommen waren, da endlich legte der Regierende Bürgermeister sein Tennis-Racket beiseite – oder was immer sonst – und verkündete, jetzt dürften die Berliner das gefährliche Eis mit Streusalz bekämpfen. Die Stadtverwaltung könne es leider nicht, die Berliner Stadtreinigung sei leider sowieso schon überfordert. Nur ganz kurze Zeit später stoppten die Richter des Berliner Verwaltungsgerichtes einer Klage des NABU folgend die Streusalzerlaubnis, weil das entsprechende vom Senat und dem Landesparlament beschlossenem Gesetz einen Einsatz von Streusalz unter allen Umständen verbietet. Noch einmal im Klartext: die Politik hat ein Gesetz gemacht, das den Einsatz von Streusalz apodiktisch verbietet. Über dieses von ihm selbst geschaffene Gesetz wollte sich der Wegner-Senat hinwegsetzen, was das Verwaltungsgericht verboten hat. Aber es kommt noch besser: der CDU-Wirtschafts- und Verkehrsexperte Christoph Ploß fordert, „Ihre (gemeint sind Umweltverbände, d.Red.) Macht muss gebrochen werden.“ Als ob Umweltverbände wie der NABU an schlechten und unpraktikablen, die Gesundheit der Bürger gefährdenden Gesetzen schuld wären und nicht die Abgeordneten.

Es heißt im Volksmund, jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient. Wer das nicht will, muss sich entweder ein anderes Volk suchen oder eine andere Regierung wählen.

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Der Gedankenmacher

Uwe-Matthias Müller ist Gründer und Vorstand des Bundesverband Initiative 50Plus Europa.

Der Bundesverband Initiative 50Plus Europa ist eine unabhängige Initiative, die die Interessen der Generation 50Plus in Europa vertritt. Der BVI50PLUS ist im Transparency Register der Europäischen Union eingetragen.

Der Sitz des BVI50PLUS ist Wien. Die Stadt ist nicht nur ein Sitz der Vereinten Nationen und die Hauptstadt Österreichs, sondern auch eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Bis 1996 hat Müller mit seiner Frau und den beiden Töchtern in (West-)Berlin gewohnt. Nach zwei Jahren im Ausland lebt er heute in Bayern.

Uwe-Matthias Müller kommt auch heute noch oft und gern nach Berlin. „Als Berliner auf Zeit genießt man nur die Vorzüge der Hauptstadt und kann die vielen Unzulänglichkeiten, unter denen die ansässigen Bewohner täglich leiden, einfach ignorieren.“

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Bild: © DNEWS24

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