Die Wahl zur 26. Knesset in Israel soll am 27. Oktober 2026 stattfinden. Knapp 6 Millionen Wahlberechtigte werden 120 Abgeordnete des israelischen Parlamentes nach dem D’Hondt-Verfahren wählen. Es gilt das Verhältniswahlrecht und eine Sperrklausel vom 3,25 %. Die absolute Mehrheit in der Knesset beträgt 61 Sitze.
Aktuelle Umfragen zeigen, dass bei einer Knesset-Wahl heute die amtierende Regierung von Benjamin Netanjahu deutlich abgewählt würde. So könnte die von Finanzminister Bezalel Smotrichs geführte rechtsextreme Mafdal-Partei an der Sperrklausel scheitern. Die ultraorthodoxen Parteien Shas und Vereinigtes Torah-Judentum würden zehn beziehungsweise acht Sitze erreichen. Netanjahus Likud könnte auf 25 Mandate hoffen.
60 Sitze und damit nur einer weniger als die absolute Mehrheit entfielen den Umfragen zufolge hingegen auf die zionistische Opposition unter Führung des ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett. Die Blau-Weiß-Partei von Ex-Verteidigungsminister Benny Gantz würde nach aktuellen Umfragen ebenfalls an der Sperrklausel scheitern.
Wie ist die Stimmung im Land? Welche Rolle spielen der Gaza-Konflikt, die Hamas und der Iran im kommenden Wahlkampf? Fragen an den Historiker Moshe Zuckermann.
Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender im israelischen Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main.
Nach der Rückkehr von Moshe Zuckermann nach Israel im Jahr 1969 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er später am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2006/2007 war Zuckermann Gastprofessor am Institut für Jüdisch-Christliche Forschung (IJCF) der Universität Luzern. Von 2010 bis 2015 war Moshe Zuckermann wissenschaftlicher Leiter der Sigmund-Freud-Privatstiftung in Wien.
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Bild: Moshe Zuckermann © DNEWS24
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