Innerhalb der Dienstleistungsbereiche entwickelte sich die Beschäftigung allerdings sehr unterschiedlich: Einen großen Zuwachs gab es wie in den Vorjahren im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +205 000 Personen (+1,7 %), wobei der Gesundheitsbereich den größten Anteil an diesem Zuwachs hatte. Zunahmen gab es auch in den Bereichen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+16 000 Personen; +1,5 %) sowie bei den sonstigen Dienstleistungen (unter anderem Verbände und Interessenvertretungen) mit +26 000 Personen (+0,8 %). Demgegenüber ging die Erwerbstätigenzahl bei den konjunkturempfindlichen Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Arbeitnehmerüberlassung zählt, weiter zurück (-64 000 Personen; -1,0 %). Im Bereich Information und Kommunikation endete mit einem Rückgang um 10 000 Personen (-0,6 %) der zuvor neun Jahre und auch über die Corona-Krise hinweg anhaltende Beschäftigungsaufbau. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen erneut leicht, und zwar um 15 000 Personen (-0,1 %).
Beschäftigungsverluste im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe
Außerhalb der Dienstleistungsbereiche nahm die Beschäftigung deutlich ab: Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank die Erwerbstätigenzahl 2025 kräftig um 143 000 (-1,8 %) auf 7,9 Millionen Personen. Im Baugewerbe ging die Beschäftigung um 23 000 Erwerbstätige (-0,9 %) auf 2,6 Millionen zurück. Insgesamt arbeiteten 22,8 % aller Erwerbstätigen im Jahr 2025 im Produzierenden Gewerbe (2024: 23,2 %).
Die restlichen 1,2 % der Erwerbstätigen arbeiteten im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei. Dort waren 3 000 Personen weniger erwerbstätig als im Vorjahr, was einem Rückgang um 0,5 % auf 562 000 Personen entspricht. Damit setzte sich der negative Trend der vergangenen Jahre fort.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit leichtem Zuwachs, weniger Selbstständige
Entscheidend für die nahezu auf Vorjahresniveau verharrende Erwerbstätigenzahl waren Anstiege bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Hierdurch konnten Verluste bei der Zahl der marginal Beschäftigten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten) und der Selbstständigen ausgeglichen werden. Insgesamt wuchs die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2025 leicht um 33 000 (+0,1 %) auf 42,3 Millionen Personen. Bei den Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger setzte sich im Jahr 2025 dagegen der nunmehr seit 2012 andauernde Abwärtstrend fort: Ihre Zahl sank gegenüber 2024 um 38 000 (-1,0 %) auf 3,7 Millionen Personen.
Die Zahl der Erwerbslosen steigt deutlich, Erwerbslosenquote bei 3,5 %
Die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland stieg nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung im Jahresdurchschnitt 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 161 000 oder 10,8 % auf 1,7 Millionen Personen. Die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen, definiert als Summe der Erwerbstätigen und Erwerbslosen, stieg im gleichen Zeitraum um 156 000 Personen (+0,3 %) auf 47,5 Millionen. Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen, stieg gegenüber dem Vorjahr von 3,1 % auf 3,5 %.