DNEWS24 Demografie News

Demografie: Die Einwohnerzahl in Thüringen sinkt bis 2045 um 15,1 Prozent

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat die ersten Ergebnisse der 4. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung (4. rBv) veröffentlicht.

Nach den Ergebnissen der 4. rBv wird sich die Thüringer Bevölkerung in den nächsten 21 Jahren weiter reduzieren. Lebten Ende 2024 rund 2 100,3 Tausend Personen in Thüringen, wird der Freistaat im Jahr 2045 voraussichtlich noch 1 782,9 Tausend Einwohnerinnen und Einwohner haben. Dies entspricht einem Rückgang um 15,1 Prozent bzw. 317,4 Tausend Personen.

Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang wird der anhaltende Sterbefallüberschuss sein, der sich aus der Altersstruktur der Thüringer Bevölkerung ergibt und durch die außerordentlich niedrigen Geburtenzahlen der letzten Jahre noch verstärkt wird. Bis zum Jahr 2045 werden im Durchschnitt jährlich rund 19,1 Tausend Kinder weniger geboren als Menschen sterben. Der durchschnittliche jährliche Wanderungsgewinn von rund 4,0 Tausend Personen im betrachteten Zeitraum wird die Lücke zwischen der Zahl der Geborenen und der Gestorbenen nicht schließen können.

Jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis wird Bevölkerungsverluste verzeichnen, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Die Einwohnerverluste reichen von -22,4 Prozent im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt bis -6,3 Prozent in der kreisfreien Stadt Weimar.

In allen Landkreisen und kreisfreien Städten wird im Vorausberechnungszeitraum die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen übersteigen. Weiterhin werden alle kreisfreien Städte und Landkreise, ausgenommen der Saale-Holzland-Kreis, Wanderungsgewinne erzielen können. Diese reichen jedoch nicht aus, das Geburtendefizit zu kompensieren.

Bild: july unsplash © DNEWS24

Sie können diesen Beitrag einfach teilen, benutzen Sie diese Buttons.