Demografie: Alterung in Ostdeutschland seit 60 Jahren stärker als in Westdeutschland
Dass die Bevölkerung in Ostdeutschland schneller altert als die im Westen, wird oftmals mit den Folgen der ökonomischen Unsicherheit nach der Wiedervereinigung in Verbindung gebracht. Die nach 1990 erfolgte Abwanderung junger Menschen in den Westen und ein Rückgang des Geburtenniveaus haben diese Entwicklung zweifellos verstärkt. Allerdings zeigt ein Blick auf die langfristige Perspektive des demografischen Wandels: Die räumlichen Unterschiede im Alterungsprozess in Deutschland reichen teilweise deutlich weiter zurück. Dies geht aus neuen Analysen eines Datensatzes des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG) hervor, an denen das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) mitgewirkt hat.
Die Schweiz ist nach wie vor das beliebteste europäische Auswanderungsziel der Deutschen. Knapp 323.600 Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit hatten Anfang 2024 ihren Wohnsitz im Nachbarland, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Das waren 2,4 % oder 7.600 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Deutschen mit Wohnsitz in der Schweiz steigt seit Jahren kontinuierlich: Binnen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der Deutschen in der Schweiz um 10,7 % oder um 31.300 Deutsche.