Markus Söder konnte schon immer Bierzelt. Doch in diesem Jahr muss er sich besonders anstrengen. Die Umfragewerte der Bundesregierung sind schlecht. Die Bürger bewerten die Politik der Merz-Regierung noch schlechter ein, als die der Ampel – und das will schon etwas heißen. Brisant: am 8. März 2026 finden in den Gemeinden und Städten des Freistaates Kommunalwahlen statt.
4.000 Aficionados der CSU warten seit 90 Minuten, als ihr Parteivorsitzender zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches, intoniert von der Oktoberfestkapelle von Sepp Eibelsgruber, in die randvoll gefüllte Dreiländerhalle einzieht. In diesem Jahr war der Andrang – übrigens nicht nur aus Bayern – besonders stark. Generalsekretär Martin Huber und Landrat Raimund Kneidinger heizen die Stimmung an, bevor der große Vorsitzende den größten Stammtisch der Welt mit seinen Parolen befeuert.
„Ich wünsche mir mehr Klarheit und Wahrheit.“
„Eure Abneigung ist unser Stolz.“
„Wir müssen auch mal für die Einheimischen da sein!“
„Abschiebungen ohne Handgeld, wir brauchen das Geld für unsere Leute.“
„Das Leben eines Polizisten ist mehr wert, als das Leben eines Verbrechers.“
„Dummheit rächt sich immer.“
„Die Grünen im Landtag können alt und grau werden, bis sie nicht mehr grün sind.“
„Prosecco-Pygmäen.“
„Die rote Heidi, die sozialistische Tiktok-Tante.“
„Lieber Maßkrug in der Hand als Linke im Land.“
„Frau Weidel, der Kühlschrank aus der Schweiz.“
„Wir brauchen eine Wehrpflicht.“
„Wir haben auf unseren Brez’n in Bayern mehr Salz als Berlin auf den Straßen.“
„Eier braucht man in der Politik.“
„Buy bavarian.“
„Wir sind Bayern.
Pünktlich um 12.00 Uhr ist Schluss. Nationalhymne und Bayernhymne werden gesungen und dann geht’s heim. Der politische Alltag mit all seinen Frustrationen hat sie wieder – die Bürger und die Politiker. Am 8. März wird sich zeigen, ob die Begeisterung in der Dreiländerhalle bis zur Wahlurne reichen kann.
Bild: © DNEWS24
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