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Buchtipp: Madame Lazare

Die Erinnerung ist mit eines der privatesten Dinge, die man als Mensch haben kann. Doch was passiert, wenn man diese zu gut verschließt und sie sich eines Tages von selbst einen Weg an die Oberfläche bahnt, wo sie die Identität der eigenen Enkelin auf den Kopf stellt? Eine Familiengeschichte von Tadhg Mac Dhonnagáin.

Seit sie denken kann, ist Levana stolz auf ihre jüdische Herkunft, die Generationen jüdischer Frauen, von denen sie abstammt, auf ihre Großmutter, Hana Lazare, die als Einzige in ihrer Familie die Shoah überlebt hat – und es nie geschafft hat, dar­über zu sprechen. Bis Hana, die zunehmend den Bezug zum Hier und Jetzt verliert, plötzlich anfängt, Wörter in einer Sprache zu murmeln, die Levana vollkommen fremd ist. Als sie beginnt, die Bruchstücke zusammenzufügen, die aus Madame Lazares Erinnerung emporgespült werden, löst sich vor ihren Augen alles, was sie über das Leben ihrer Großmutter weiß, in Nichts auf. Die Spur führt sie von Paris und Brüssel bis ans Ende der Welt, eine kleine Insel vor der irischen Atlantikküste, zu einem jungen Mädchen, das sich nicht mehr vom Leben wünscht, als alt werden zu dürfen auf dieser Insel, wo der Wind ihr das Haar zerzaust, beim Klang der Wellen und dem Geruch von Seetang, beim Geschichtenerzählen am Torffeuer – bis etwas ihr Leben für immer ändert.

Details zum Buch
Der Autor

Tadhg Mac Dhonnagáin, *1961, ist ein vielfach ausgezeichneter Sänger (Goldene Schallplatte 2013), Fernseh-Mode­rator und Autor von Romanen, Kinderbüchern (internationaler White-Raven-Katalog), Drehbüchern (u.a. Ko-Autor der international erfolgreichen Fernsehserie ›Aifric‹) und Liedern überwiegend in irischer Sprache. Tadhg Mac Dhonnagáin lebt und arbeitet in An Spidéal, in der Connemara-Gaeltacht, der irischsprachigen Region, an der Westküste Irlands.

Bibliografie

Verlag: Kröner

ISBN: 978-3-520-63005-6

Seiten: 300

Preis: 25,00 Euro

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