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Buchtipp: Die Lebensentscheidung

Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in seinem neuen Werk von einem Wettlauf gegen den Tod. Gelesen vom Autor.

Frustriert von den Mühlen der Bürokratie trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, misslingt. Dann treten plötzlich wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen: »Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«

Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in »Die Lebensentscheidung« von einem Wettlauf gegen den Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.

Details zum Buch
Der Autor

Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, lebt dort als Romancier und Essayist. Zuletzt erschienen von ihm das Sachbuch »Die Welt von morgen. Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde« (2024) sowie die Bestseller-Romane »Die Erweiterung« (2022) und »Die Hauptstadt« (2017), für den er mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.

Bibliografie

Verlag: der Hörverlag

ISBN: 978-3-8445-5546-2

Laufzeit: 5h 5min

Preis: 22,00 Euro

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