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Lily Brett reist regelmäßig nach Deutschland – eine Begebenheit, die vor ihrem familiären Hintergrund eine besondere Bedeutung hat. Als Tochter zweier Auschwitz-Überlebender hat die Wahl-New-Yorkerin die Auseinandersetzung mit dem vererbtem Trauma zu ihrer Lebensaufgabe gemacht.
Bis auf ihre Eltern wurde ihre gesamte Herkunftsfamilie von den Nationalsozialisten ermordet. Dennoch scheut die Autorin bis heute nicht die Begegnung mit den Nachkommen der Tätergeneration. In ihren Bestseller-Romanen, Artikeln und persönlichen Interviews stellt sie sich immer wieder der Frage: Wie lässt sich mit dieser Last weiterleben?
Einige ihrer prägendsten journalistischen Arbeiten und Gespräche erscheinen nun gesammelt als Buch. Obwohl der Schmerz ein ständiger Begleiter bleibt, zieht sich ein starkes Motiv durch ihr gesamtes Schaffen: die unbändige Lebensfreude und der feine Humor ihres Vaters. Dieser besondere Blick auf die Welt prägt Lily Bretts Schreiben und macht »Lachen durchdringt den Schmerz« zu einer außergewöhnlichen Leseempfehlung.
DNEWS24-Fazit: Ein wichtiges, berührendes Buch über die Überwindung von Sprachlosigkeit, generationsübergreifende Traumata und die heilende Kraft des Humors.
Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern heirateten im Ghetto von Lodz, wurden im KZ Auschwitz getrennt und fanden einander erst nach zwölf Monaten wieder. 1948 wanderte die Familie nach Brunswick in Australien aus. Mit neunzehn Jahren begann Lily Brett für eine australische Rockmusik-Zeitschrift zu schreiben. Sie interviewte und porträtierte zahlreiche Stars wie Jimi Hendrix oder Mick Jagger.
Heute lebt die Autorin in New York. In regelmäßigen Kolumnen der Wochenzeitung DIE ZEIT hat Lily Brett diese Stadt porträtiert. Sie ist mit dem Maler David Rankin verheiratet und hat drei Kinder.
Verlag: Suhrkamp
ISBN: 978-3-518-47590-4
Seiten: 103
Preis: 18,00 Euro
Kontakt: Redaktion@DNEWS24.EU
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