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Gefährtin Christi, Reue zeigende Sünderin oder Wegbereiterin eines modernen Frauenbildes – kaum eine biblische Gestalt hat die Kunst- und Kulturgeschichte so nachhaltig geprägt wie Maria Magdalena. Sie diente über Generationen hinweg als Projektionsfläche für religiöse Normen, gesellschaftliche Rollenbilder und menschliche Sehnsüchte. Die gemeinsam vom Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung ausgerichtete Ausstellung „Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.“ zeigt die facettenreiche Entwicklung dieser außergewöhnlichen Figur bis zum 17. Januar 2027.
Die Frankfurt Schau führt mehr als 100 herausragende Gemälde, Plastiken und Grafikarbeiten vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst zusammen. Ergänzend zum eigenen Bestand bereichern renommierte Leihgaben bedeutender Institutionen – darunter der Louvre, das Metropolitan Museum of Art, die National Gallery London sowie die Vatikanischen Museen – das vielstimmige Panorama.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Blick von Künstlerinnen auf das Sujet: Werke von Pionierinnen wie Lavinia Fontana, Elisabetta Sirani oder Lotte Laserstein stehen im Dialog mit Positionen der Gegenwartskunst von Kiki Smith und Marlene Dumas. Ergänzt wird die Präsentation durch ikonische Arbeiten von Meistern wie Albrecht Dürer, Georges de la Tour, Max Beckmann und David LaChapelle. In ihrer Gesamtheit offenbart die Ausstellung die emotionale Tiefe und stetige Neuerfindung einer der komplexesten Frauenfiguren der Weltliteratur und Kunst.
Mehr Informationen
Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr, Sa, So
10.00–18.00 Uhr
Do
10.00–21.00 Uhr
Mo
geschlossen
Tickets: 19,00 Euro
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Bildnachweis: Städel Museum Frankfurt am Main © DNEWS24
Kontakt: Redaktion@DNEWS24.EU
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