Ausstellungstipp: Katharina Grosse. The Sprayed Dear. PAY WHAT YOU WANT im August
Die Staatsgalerie Stuttgart präsentiert im Kunstgebäude drei eigens geschaffene Werke neben denen noch nie gezeigte plastische Arbeiten des Frühwerks von Katharina Grosse im Kuppelbau mit dem goldenen Hirsch zu sehen sein werden.
Katharina Grosse ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Neuseeland. Grosse malt ihre in Sprühtechnik ausgeführten immersiven Bilder radikal über Objekte, Architekturen und ganze Landschaften hinweg. Für die Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2025 hat sie sich intensiv mit der Architektur des ikonischen Zentralbaus am Schlossplatz beschäftigt und verwandelt diesen in ein farbgewaltiges Raumerlebnis. Die Oberflächen ihrer Kunstwerke verschmelzen scheinbar oder auch real mit den Orten ihrer Präsentation. So auch im eindrucksvollen 26 Meter hohen Kuppelsaal des Kunstgebäudes, in dem die neu produzierte Aluminiumskulptur »The Sprayed Dear« den Höhepunkt der Ausstellung bildet. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, das begehbare Werk mit allen Sinnen zu erkunden. Die Bewegung durch diesen Farbraum eröffnet dem Publikum immer neue Seherlebnisse, die Stuttgart ab dem 11. April 2025 zu einem »place-to-be« zeitgenössischer Kunst werden lassen.
Seit über 30 Jahren lotet die 1961 in Freiburg im Breisgau geborene Grosse die räumlichen und materiellen Möglichkeiten von Malerei aus und überschreitet dabei die herkömmlichen Gattungsgrenzen. Dabei entstehen »Möglichkeitsräume«, wie auch mit allen drei für die Ausstellung produzierten Kunstwerken: Neben der raumgreifenden Installation »The Sprayed Dear« belegt eine übergroße, weiße Styroporskulptur mit dem Titel »Ghost« das Interesse der Künstlerin am Zusammenspiel von Form und Fläche, während die aus grundierten Leinwandstoffen bestehende Skulptur »Untitled« den Blick auf die dreidimensionalen Qualitäten ihrer Leinwandarbeiten lenkt.
»Zweidimensionale Malerei existiert für mich nicht. Die Leinwand selbst ist ein dreidimensionales, haptisches Objekt und ein Bild kann überall auftauchen, sei es auf einem Ei, in der Armbeuge, in Schnee und Eis oder am Strand«, sagt Katharina Grosse. Dennoch wurde ihrem plastischen Schaffen bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Staatsgalerie Stuttgart holt dies nun nach und lässt die unerschöpfliche Bandbreite von Grosses dreidimensionalem Œuvre eindrucksvoll erlebbar werden – von den frühen Materialexperimenten aus der Studienzeit an der Düsseldorfer Kunstakademie bis hin zu ihren neusten Werken.











