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Ausstellungstipp: Fake. Rijksmuseum Amsterdam

Fast unmittelbar nach der Erfindung des Mediums begannen Menschen, Fotografien zu manipulieren – manche mit Schere und Klebstoff, andere mit raffinierten fotografischen Techniken. Die Ausstellung „FAKE! Frühe Fotocollagen und Fotomontagen“ zeigt anhand von über 50 historischen Bildern aus der Sammlung des Museums die Entwicklung der Bildmanipulation – von den Anfängen der Fotografie bis zum Zweiten Weltkrieg – und geht den dahinterliegenden Motiven auf den Grund. 

Die Ausstellung umfasst den Zeitraum von 1860 bis 1940, eine Periode, in der die Möglichkeiten des Ausschneidens und Zusammenklebens von Fotografien intensiv erforscht wurden. Man begann auch mit anderen Methoden der Bildmanipulation zu experimentieren. Ein Trick, der kurz nach der Erfindung der Fotografie populär wurde, bestand darin, dieselbe Person zweimal auf einem einzigen Bild darzustellen: Zuerst wurde eine Hälfte der Platte belichtet; dann bewegte sich die Person, nahm eine andere Pose ein, und die andere Hälfte der Platte wurde belichtet. Diese Technik wurde meist für harmlose visuelle Scherze, rein zur Unterhaltung, verwendet, doch die Ausstellung zeigt auch, wie sie mitunter mit sehr ernster Absicht eingesetzt wurde.

Politischer Protest

Übertreibung, Humor und ungewöhnliche Bildkombinationen spielten auch im politischen Protest eine wichtige Rolle. Der bekannteste Schöpfer politischer Fotomontagen ist John Heartfield (Pseudonym von Helmut Herzfeld, 1891–1968), der sich Hitlers NS-Bewegung widersetzte. Mehrere Beispiele seiner Werke sind in der Ausstellung zu sehen.

Das Museum

Rijksmuseum
Museumstraat 1
1071 XX Amsterdam

Öffnungszeiten 

täglich 09.00 – 17.00 Uhr

Ticketpreise

25 Euro

Mehr Informationen

rijksmuseum.nl

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Bildnachweis: Rijksmuseum © DNEWS24

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