Ausstellungstipp: 80. Jahrestag des Beginns der Nürnberger Prozesse
In Nürnberg wird ein Stück Zeitgeschichte lebendig.
2010 wurde das Memorium Nürnberger Prozesse als siebtes Haus der Museen der Stadt Nürnberg unter großer internationaler Beteiligung eröffnet. Am historischen Ort der Nürnberger Prozesse, dem Schwurgerichtssaal (Saal 600) im Nürnberger Justizgebäude, erläutert eine Dauerausstellung auf rund 650 Quadratmetern Vorgeschichte, Verlauf und Folgen der Nürnberger Prozesse.
Die Ausstellung gliedert sich in drei Abteilungen. Der erste und größte Bereich klärt über die Vorgeschichte, die Beteiligten und den Verlauf des sogenannten Hauptkriegsverbrecherprozesses auf. Neben Text- und Bildtafeln vermitteln historische Film- und Tonaufnahmen einen lebendigen Eindruck vom Prozessgeschehen. Der zweite Themenkomplex widmet sich der juristischen Aufarbeitung von NS-Verbrechen nach 1946. Eine Gesamtdarstellung der Nürnberger Nachfolgeprozesse zeigt Umfang und Dauer dieser Verfahren. Zudem vermitteln wichtige Prozesse einen Überblick über den Umgang mit NS-Verbrechen im In- und Ausland. Im dritten Teil schließt die Auseinandersetzung mit dem Erbe von Nürnberg, die schließlich in die Gründung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag mündete, den Ausstellungsrundgang inhaltlich ab.
Begleitend zur Ausstellung bietet das Memorium Nürnberger Prozesse verschiedene Bildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene an. Sie ermöglichen, die Informationen aus der Dauerausstellung zu vertiefen und in moderierten Programmen zu diskutieren.




