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80 Jahre Nürnberger Prozess. DTalk mit Professor Ernst Piper

Das Internationale Militärtribunal (IMT) in Nürnberg war der erste Versuch von Siegermächten, über Kriegsverbrecher eines anderen Staates zu urteilen.

Vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 fand in Nürnberg der Prozess vor dem Internationalen Militärgerichtshof deutsche Politiker, Militärs und Funktionäre der NSDAP statt. Die 24 Angeklagten sollten für die Planung, Vorbereitung, Einleitung und Durchführung eines Angriffskrieges, Verbrechen an der Zivilbevölkerung und an Kriegsgefangenen sowie für den Massenmord in den Vernichtungslagern strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Warum war es den Siegermächten wichtig, in einem internationalen Gericht führende Repräsentanten des deutschen Staates zwischen 1933 und 1945 anzuklagen?

Die Rechtsgrundlagen des IMT wurden zum Teil erst 1945 geschaffen. Welche Absichten verfolgten die das IMT repräsentierenden Staaten – juristisch, politisch und historisch?

Welche Wirkung hatte der Nürnberger Prozess gegen die Hauptangeklagten auf die deutsche Bevölkerung, welche Wirkung hatten die Folge-Prozesse und welche Wirkung hat das IMT auf die heutige Rechtsordnung?

DTalk mit dem Historiker Professor Ernst Piper.

Der DTalk-Experte

Ernst Piper wurde 1952 in München geboren. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität München und ab 1974 an der Technischen Universität Berlin, wo er Philosophie hinzufügte und 1981 promoviert wurde trat er in den Piper Verlag seines Vaters Klaus Piper ein. Nach dem Verkauf des Piper Verlages 1994 war er Geschäftsführender Gesellschafter der Prospero Gruppe sowie des Pendo Verlages.

Ernst Piper ist Literatur-Agent sowie Autor mehrerer historischer Werke. Piper ist heute – nach seiner Habilitation 2006 – außerplanmäßiger Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam.

Von 1970 bis 2024 war Piper Mitglied der SPD.

DTalk im DNEWS24Podcast

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